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Unfallkrankenhaus Berlin feiert Richtfest für neues Klinikgebäude

Das BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) wächst weiter: Jetzt wurde in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, das Richtfest für einen fünfgeschossigen Neubau gefeiert. Bis Ende 2019 entstehen in dem Gebäude auf einer Gesamtfläche von rund 17.000 Quadratmetern die neue Klinik für Integrative Rehabilitation, die neue Klinik  für Beatmungsentwöhnung (Weaning) und eine deutlich erweiterte Neurologische Frührehabilitation.

Seit Anfang 2017 laufen die Baumaßnahmen für das 135 Meter lange und 35 Meter breite Gebäude, das von der renommierten Klinik-Architektin Prof. Christine Nickl-Weller entworfen worden ist. Rund 150 Betten finden in dem nördlich vom Haupthaus gelegenen Standort auf dem ukb-Campus ihren Platz. Ausgestattet wird der Neubau u.a. mit Therapieflächen für Ganganalyse und Gehschule, Physio- und Ergotherapie, Logopädie und Entspannungstherapie sowie einem Kneipp-Becken in einem der drei Innenhöfe. Alle Patientenzimmer sind Einzelzimmer mit Bad und zum großen Teil auch mit Balkon/Loggia ausgestattet. Durch den Neubau entstehen im ukb rund 150 neue Arbeitsplätze.

„Zum Kernauftrag der Berufsgenossenschaftlichen Kliniken gehört die integrierte oder integrative Rehabilitation. Es war der Wunsch des BG Kliniken-Konzerns, dass in Marzahn-Hellersdorf eine Reha-Klinik errichtet wird, um den steigenden Bedarf bei der Reha-Behandlung unfallversicherter Patienten abdecken zu können“, sagt Prof.  Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des Unfallkrankenhauses Berlin. Die wesentliche Finanzierung der rund 70 Millionen Euro Bau- und Einrichtungskosten erfolgte über den Gemeinschaftsfond der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Die neuen Kliniken stehen aber nicht nur Unfallversicherten zur Verfügung. In den Berliner Krankenhausplan 2016 wurden zusätzliche 30 Betten Neurologische Frührehabilitation aufgenommen, ebenso zehn Betten für Beatmungsentwöhnung – auch weil die gesetzlichen Krankenkassen hierfür einen erheblichen Bedarf sehen. Der Regierender Bürgermeister von Berlin, Michael Müller: „Der Ausbau dieses Standorts zu einem Gesundheitscampus stellt nicht nur eine sektorenübergreifende Versorgung sicher, er stärkt damit auch die gesundheitliche Versorgung der Berlinerinnen und Berliner. Die geplanten Reha-Einrichtungen in der Reha-Klinik ergänzen das Angebot des ukb um die wichtigen Bereiche der Integrativen Rehabilitation, der Neurologischen Frührehabilitation und der Beatmungsentwöhnung (Weaning). Das ukb verbessert damit die Patientenversorgung mit innovativer Spitzenmedizin und erweist sich einmal mehr als wichtiger Akteur des Projekts Gesundheitswirtschaft im Bezirk Marzahn-Hellersdorf.“

Für die Gestaltung des Reha-Neubaus zeichnet das Büro von "Nickl & Partner Architekten" verantwortlich. Prof. Christine Nickl-Weller ist Expertin für die sogenannte „Heilende Architektur“: Durch Faktoren wie Lichteinfall, Gestaltung von Wänden und Fußboden, Raumanordnung und Akustik wird der Genesungsprozess positiv beeinflusst. Auch die Unterbringung von Patienten in Einzelzimmern gehört zu diesem Konzept.