Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

Schwerpunkt für Wirbelsäulen- und Beckenchirurgie

Die Wirbelsäule und das Becken sind die zentralen stabilisierenden Strukturen des Körperstammes. Eine Schädigung/Erkrankung birgt die Gefahr einer dauerhaften Funktionseinschränkung, chronischer Schmerzen oder Immobilität.

Das Behandlungsteam des Schwerpunktes für Wirbelsäulen- und Beckenchirurgie innerhalb der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie ist spezialisiert auf die konservative und operative Behandlung von allen Verletzungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule sowie des Beckenringes und der Hüftgelenkspfanne (Azetabulum). Zudem werden die Folgen von Verletzungen (Fehlstellungen) behandelt. In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Septische und Rekonstruktive Chirurgie kümmern sich die Ärzte zusätzlich um die Behandlung von entzündlichen Erkrankungen der Wirbelkörper/Bandscheiben (Spondylodiszitis).

Neben der konservativen und operativen Therapie erfolgt die Verordnung und Anpassung von orthopädischen Hilfsmitteln. Pro Jahr werden ca. 350 Stabilisierungsoperationen im Bereich der Wirbelsäule und des Beckens durchgeführt. Die Fachärzte des Schwerpunkts für Wirbelsäulen- und Beckenchirurgie verfügen über das Basis- bzw. Masterzertifikat der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft e.V. (DWG).

 Minimalinvasive Verfahren („Schlüsselloch-Chirurgie“)

Viele Stabilisierungsoperationen können über kleine Zugänge minimalinvasiv durchgeführt werden. Dabei werden moderne Implantate (z.B. kanülierte polyaxiale Schrauben-Stab-Systeme „Fixateur interne“) verwendet. 

 Wirbelbrüche bei älteren Menschen

Bei älteren Menschen treten Brüche der Wirbelsäule und des Beckens auch spontan bzw.  ohne größere äußere Gewalteinwirkung auf. Ursache ist häufig eine Verminderung der Knochendichte (Osteoporose). Bei anhaltender Schmerzhaftigkeit unter konservativer Therapie (Schmerztherapie, Physiotherapie, Physikalische Therapie) kann eine Auffüllung des Wirbelkörpers mit synthetischen Knochenersatzstoffen („Knochenzement) sinnvoll sein. Das Verfahren (Kyphoplastie) wird minimalinvasiv durchgeführt.

 Entzündliche Erkrankungen der Wirbelkörper/Bandscheiben (Spondylodiszitis)

Entzündliche Erkrankungen der Wirbelkörper und der Bandscheiben sind seltene Erkrankungen. Neben  starken Schmerzen können sie auch zur Zerstörung und Instabilität der Wirbelsäule führen. Bei verspäteter Diagnose und Behandlung kann eine lebensbedrohende Entzündung des gesamten Körpers (Sepsis) resultieren. Bei leichten und mittelschweren Verläufen ist in einigen Fällen eine spezifische Antibiotikatherapie ausreichend. Bei schweren Verlaufsformen kann aber auch eine Stabilisierungsoperation oder eine operative Ausräumung der Entzündung notwendig sein. Die Behandlung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Septische und Rekonstruktive Chirurgie und unter Anwendung etablierter Therapiekonzepte (z.B. „Antibiotica Stewardship“). 

  Unfallkrankenhaus Berlin

Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

Warener Str. 7
12683 Berlin

  Ärztliche Leitung Wirbelsäulen- und Beckenchirurgie

Dr. med. Peter Heumann

  030/5681-4090 peter.heumann@ukb.de