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700 Teilnehmer bei unfallmedizinischer Tagung in Berlin

Wie kann die Versorgung von Unfallverletzten weiter verbessert werden? Und von welchen neuen medizinischen Erkenntnissen können Patienten profitieren? Auf der Unfallmedizinischen Tagung des Landesverbandes Nordost der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in Berlin diskutierten 700 Ärzte, Physiotherapeuten und Verwaltungsmitarbeiter der UV-Träger über aktuelle Behandlungsmethoden und unfallchirurgische Fachthemen. 

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des BG Klinikums Unfallkrankenhaus Berlin, sowie Prof. Thomas Mittlmeier, Direktor der Klinik für Chirurgie und Leiter der Abteilung für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Universitätsmedizin Rostock, informierten sich die Teilnehmer an zwei Tagen u.a. über digitale Vernetzung in der Unfallmedizin, Kindertraumatologie und ganz spezielle Verletzungsmuster, die für Kliniken und Gutachter eine besondere Herausforderung darstellen.

In ihrer Begrüßung hob Dilek Kolat, Berlins Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, die besondere Bedeutung der Pflege bei der Versorgung von Patienten hervor und sprach sich für eine Stärkung der Pflegeberufe aus. Viel Lob gab es von der ehemaligen Sozialsenatorin für die Arbeit der Gesetzlichen Unfallversicherung. Prof. Ekkernkamp dankte für die vielfältige Unterstützung der Landesregierung und wies auf das Primat der Selbstverwaltung und die einzigartigen Möglichkeiten der sektorenübergreifenden Versorgung im SGB VII hin. Weiterer Vorteil bei der Behandlung gesetzlich Unfallversicherter sei die Möglichkeit einer integrierten Rehabilitation.

Einer der Themen-Schwerpunkte der Unfallmedizinischen Tagung ist die Förderung der Zusammenarbeit von Ärzten und den UV-Trägern, wenn es um Heilverfahrenssteuerung oder die Weiterentwicklung der Verletzungsarten- und der Schwerstverletzungsartenverfahren geht. Erstmals gab es am zweiten Kongresstag eine Satellitentagung gemeinsam mit dem Verband der Physiotherapeuten „Physio Deutschland“. „Wir wollen damit der notwendigen engen Verzahnung zwischen Akutbehandlung und Rehabilitation Rechnung tragen“, so Gerald Ziche vom DGUV-Landesverband Nordost.