Berlin, den 16.12.2010
Familienfreundliche Arbeitsplätze, Vorreiter in Telemedizin und modernste Notfallversorgung
Gesundheitsminister Rösler informierte sich über Innovationskonzepte am Unfallkrankenhaus Berlin
Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler besuchte am 16. Dezember 2010 das Unfallkrankenhaus Berlin (ukb). Neben der Besichtigung einer der leistungsstärksten Notaufnahmen der Hauptstadt standen besondere gesundheitspolitische Herausforderungen im Fokus des zweistündigen Termins: Der Einsatz des überregionalen Traumazentrums für die Patientenversorgung im ländlichen Raum mittels hochmoderner Telemedizin, das Engagement des ukb gegen Fachkräftemangel durch familienfreundliche Arbeitsbedingungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Bürokratieabbau durch gemeinsame elektronische Dokumentation.
Optimale Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum durch Telemedizin
Die Versorgung der Bevölkerung in der Fläche wird zunehmend schwieriger. Technische Lösungen können helfen, werden aber die Vorortkompetenz nicht ersetzen können. Einen wesentlichen Pfeiler stellt die Telematik im Gesundheitswesen dar, speziell im Bereich der Telemedizin, Teleradiologie und Teleneurologie. Bei seinem Besuch des Unfallkrankenhauses Berlin wollte sich Herr Bundesminister Dr. Philipp Rösler ein Bild vom Routinebetrieb telemedizinischer Methoden machen.
Dienten teleradiologische Verfahren in der Anfangszeit dem Einholen einer Zweitmeinung, um geeignete Patienten in ein Zentrum zu transportieren, geht es heute um die Stabilisierung der medizinischen Versorgung vor Ort. Auf dem Gebiet der Teleradiologie kooperiert das Unfallkrankenhaus Berlin bereits mit zehn Kliniken in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Partner sind zahlreiche öffentliche und private Krankenhausträger. 21 Radiologen und 36 Medizinisch-technische Assistenten (MTA) sorgen für reibungslose Abläufe.
Demonstriert wurde eine teleradiologische Konferenz zwischen dem Institut für Radiologie des ukb und dem KMG-Klinikum Kyritz an der Knatter. Per Videokonferenz, unter Zuhilfenahme des jüngst entwickelten Bildbetrachtungssystems „Telepresence 1000“ von Cisco Systems, diskutierten der Radiologe Prof. Dr. med. Sven Mutze mit dem Chirurgen Herrn Dr. Fred Gätcke über die nächsten Schritte von Diagnostik und Therapie, die selbstverständlich in Kyritz erfolgen sollen. Zugrunde liegen Untersuchungsdaten aus einer in Kyritz angefertigten Computertomographie, wobei das KMG-Klinikum Kyritz eigene Fachärzte für Radiologie nicht mehr vorhält.Im Bereich der Teleradiologie befunden die Ärztinnen und Ärzte des Unfallkrankenhauses Berlin pro Jahr 50.000 externe Untersuchungen.
Seit 2008 besteht die enge Kooperation zwischen der Klinik für Neurologie mit Stroke Unit und Frührehabilitation des ukb und dem Sana-Klinikum Templin. Die Notwendigkeit der raschen Diagnostik und des sehr schnellen Therapiebeginns bei Schlaganfallpatienten ist bekannt. Über ein spezielles teleneurologisches System (Firma Meytec) ist es gelungen, für eine stabile gemeinsame Betreuung der Patienten mit frischem Schlaganfall zu sorgen, wobei die Patienten vor Ort in Templin verbleiben, ab 1. Mai 2011 sogar auf einer neuen regionalen Stroke Unit.
Der Klinikdirektor, Herr Dr. med. Ingo Schmehl, der für Teleneurologie zuständige Oberarzt, Herr Dr. med. Stephan Kinze und Frau Dr. Ruth Mähl, Ärztliche Leiterin des Sana-Krankenhauses Templin, untersuchten gemeinsam unter Nutzung der Teleneurologie Patienten.
Bürokratieabbau durch gemeinsame elektronische Dokumentation
Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und Physiotherapeuten verbringen wertvolle Arbeitszeit in der papiergestützten und jeweils getrennten Dokumentation von Maßnahmen und Beobachtungen.
Aus unterschiedlichen Gründen ist eine sorgfältige Dokumentation schon im Interesse der Patienten notwendig, eine Delegation der fachspezifischen Aufzeichnungen an sogenannte Dokumentationsassistenten ist nur in geringem Umfang möglich, daher bedarf es auch auf diesem Feld des Einsatzes moderner Technik. Der Bundesminister besichtigte eine 36-Betten-Station des Unfallkrankenhauses Berlin, auf welcher eine mobile elektronische Dokumentation eingeführt ist, die von den Berufsgruppen Arzt, Krankenpflege und Physiotherapie gemeinsam genutzt wird. Doppeldokumentationen entfallen, die eine Berufsgruppe sieht den Eintrag der jeweils anderen. Die Informationen sind durch die Leichtigkeit und Mobilität auch jederzeit am Bett, auf demselben Dokumentationsschirm können den Patienten im Zimmer Röntgenbilder, CT und MRT gezeigt werden, woraus größtmögliche Transparenz resultiert. Der Einsatz sogenannter „mobiler Visitenwagen“ erleichtert allen Beteiligten die Arbeit und kann als wesentlicher Schritt in Richtung Bürokratieabbau im Krankenhaus angesehen werden.
Das familienfreundliche Krankenhaus – jetzt mit Kulturkindergarten
Kind oder Karriere - Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für die Beschäftigten im Gesundheitswesen schwierig. Lange Arbeitszeiten, mangelnde Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung und fehlende Betreuungsangebote machen die Gesundheitsberufe unattraktiv.
Das Unfallkrankenhaus Berlin in der Trägerschaft eines Berufsgenossenschaftlichen Vereins setzt seit Jahren Akzente: Seit 2001 gilt die elektronische Zeiterfassung für die Beschäftigten aller Berufsgruppen, hieraus resultiert eine große Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung.
Im Januar 2010 konnte mit dem Marburger Bund für die Ärztinnen und Ärzte ein besonderer Abschluss erzielt werden. Als erstes deutsches Krankenhaus bezahlt das ukb den ärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern trotz eines arztspezifischen Tarifvertrages eine monatliche Vergütung für jedes Kind in Höhe von 88,88 Euro. Das ukb wurde daraufhin vom Marburger Bund in die Gruppe der familienfreundlichen Krankenhäuser aufgenommen.
Aktuell hat sich das Unfallkrankenhaus Berlin in Kooperation mit der Dussmann Gruppe zur systematischen Optimierung der Arbeitsbedingungen, insbesondere von Mitarbeitern mit Kindern entschlossen. Die öffentliche Kindertagesstätte auf dem Klinikgelände des Unfallkrankenhauses bietet ab 1. Mai 2011 sämtlichen Mitarbeitern des Hauses qualifizierte Betreuungsmöglichkeiten für ihren Nachwuchs. Die ungewöhnlichen Öffnungszeiten von 05:00 bis 21:00 Uhr orientieren sich an den Schichtdiensten des medizinischen Personals und ermöglichen maximale Flexibilität bei der familiären Alltagsplanung. Insgesamt bis zu 80 Kindern im Alter von 8 Wochen bis 6 Jahren bietet der Kulturkindergarten Platz. Der Kulturaspekt im Sinne der besonderen Förderung musischer und wissenschaftlicher Talente wird einerseits durch die Dussmann Unternehmensgruppe garantiert, die über Erfahrungen durch das Betreiben des Kulturkaufhauses in Berlin verfügt, andererseits wurde eine enge Partnerschaft mit der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und Prof. Heik Affheldt vereinbart. Auch das Spiel- und Lernangebot lässt keine Wünsche offen: auf dem 1.100 m² großen Außengelände werden eine Wasserspielanlage, Klettergeräte und Sandkästen errichtet; ganz in der Nähe liegen die Schwimmhalle und Sportanlagen des ukb sowie ein Streichelzoo. Das pädagogische Konzept umfasst bilinguale Sprachangebote auf Deutsch und Englisch, die besondere Förderung wissenschaftlicher, sportlicher und musischer Talente und folgt dem sogenannten Situationsansatz, einem modernen sozialpädagogischen Konzept zur Begleitung von Bildungs- und Lebensbewältigungsprozessen im Zielhorizont von Autonomie, Solidarität und Kompetenz.
Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen, mindestens in den Bereichen der Gesundheits- und Krankenpflege sowie unter den Ärztinnen und Ärzten ist leicht vorhersehbar. Es ist dringend notwendig, die Arbeitsplätze unter vielfältigen Gesichtspunkten attraktiv zu gestalten. Der Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler, das Unfallkrankenhaus Berlin und die Dussmann Gruppe setzen mit dem Spatenstich am 16.12.2010 ein weiteres wichtiges Signal auf diesem Gebiet.
Berlin, den 15.10.2010
Kompetenz und Qualität in der Schlaganfall-Behandlung
Klinik für Neurologie erhält Zertifikat als überregionale Stroke Unit
Die Schlaganfall-Spezialstation der Klinik für Neurologie im Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) ist jetzt als „überregionale Stroke Unit" für Berlin und Brandenburg zertifiziert und gehört damit zu den drei führenden Schlaganfallzentren in der Region.
Mit großem Engagement erweiterte die Klinik für Neurologie unter Leitung von Klinikdirektor Dr. med. Ingo Schmehl ihren seit 2002 bestehenden Versorgungsauftrag zur interdisziplinären Akutversorgung von Schlaganfallpatienten gemäß den bundesweiten Qualitätsstandards der Deutschen Schlaganfallgesellschaft (DSG) und der Deutschen Stiftung Schlaganfall-Hilfe.
Das bis 2013 gültige Zertifikat wurde im Rahmen einer systematischen Prüfung der Struktur- und Prozessqualitätskriterien durch eine unabhängige Expertenkommission erstellt und bestätigt. Voraussetzung für die Zertifizierung ist unter anderem ein multimodales Monitoring der Vitalparameter, die kontinuierliche Schulung des Pflegeteams, eine 24-Stunden-Einsatzbereitschaft der radiologischen und neurologischen Abteilungen und eine Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlaganfallregister (ADSR).
Die Stroke Unit des ukb ist auch an Wochenenden und Feiertagen rund um die Uhr auf die komplexe rehabilitative Schlaganfall-Behandlung vorbereitet. Zum diagnostischen Spektrum gehören das hochauflösende CCT, die CT-Angiographie und die Ultraschalldiagnostik hirnversorgender Arterien, das Diffusions-CT, die Magnet-Resonanz-Tomographie und die digitale Subtraktionsangiographie.
Die therapeutischen Maßnahmen umfassen intravenöse, intraarterielle und kombinierte Lysen und die mechanische Rekanalisierung.
Zur Rehabilitation steht permanent ein Team von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Neurolinguisten und Neuropsychlogen bereit.
Eine flächendeckende Versorgung für das gesamte Stadtgebiet und Teile Brandenburgs wird durch Kooperationen mit anderen regionalen Stroke Units in den Berliner Krankenhäusern Königin Elisabeth Herzberge (KEH) und dem DRK-Klinikum Köpenick, dem Krankenhaus Schwedt sowie den Kliniken Märkisch Oderland und den Sana-Kliniken Lichtenberg und Templin sichergestellt. Mit letzterer besteht zusätzlich eine intensive teleradiologische und teleneurologische Zusammenarbeit.
Berlin, den 14.10.2010
Kompakte Berufsinfo: "Schau rein, was für Dich drin steckt"
MTRA zwischen Patient und Technik
Das Institut für Radiologie des Unfallkrankenhauses Berlin in Marzahn lädt für Samstag, 6. November von 11.00 bis 15.00 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.
Das Radiologische Institut des Unfallkrankenhauses Berlin (ukb) heißt Schülerinnen und Schüler, ganze Schulklassen und interessierte Jugendliche am 6. November von 11.00 bis 15.00 Uhr willkommen. Unter dem Motto „Schau rein, was für Dich drinsteckt" erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Radiologie und lernen vor allem die Arbeit der Medizinisch-Technischen Radiologieassistentinnen und -assistenten (MTRA) genauer kennen.
Das ukb bietet an diesem Tag spannende Informationen: So wird Stefanie Becht, leitende MTRA am ukb, interessante Röntgenaufnahmen zeigen und erläutern, wie die einzelnen Organe und Knochen im menschlichen Körper durch Röntgenstrahlen sichtbar gemacht werden können. An einem anderen Arbeitsplatz wird Ungewöhnliches geröntgt. Bei Rundgängen lernen Besucherinnen und Besucher auch die Abteilungen Angiographie, Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT) kennen und erfahren mehr über die Arbeit der MTRA in der Rettungsstelle. Zudem werden Lehrerinnen und Lehrer des Lette-Vereins aus Berlin-Schöneberg, der Akademie für Gesundheit vom Campus Berlin-Buch sowie der Schule für Gesundheitsberufe am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam beim Aktionstag am ukb dabei sein und über die Ausbildung und das Berufsfeld informieren.
MTRA ist einer von vier Fachberufen, die unter dem Oberbegriff Medizinisch-Technische Assistenten (MTA) zusammengefasst sind. Die Ausbildungszeit zur MTRA beträgt drei Jahre. Die Berufsaussichten sind derzeit blendend: Ein Absolvent kann in aller Regel zwischen drei und vier Stellen wählen. MTRA werden händeringend gesucht.
Der Informationstag geht auf eine gemeinsame Initiative des Deutschen Verbandes Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e.V. (dvta) und der Deutschen Röntgengesellschaft e.V. (DRG) zurück. Bundesweit beteiligen sich elf radiologische Institute und MTRA-Schulen an verschiedenen Samstagen im November und laden Interessierte ein, sich vor Ort über das Berufsbild der Medizinisch-Technischen Radiologieassistentinnen und -assistenten (MTRA) genauer zu informieren.
Weitere Informationen unter www.mtawerden.de
Berlin, 30.09.2010
Die BG-Kliniktour beim Berlin-Marathon
Paralympics-Sieger Köberle und Ex-Turner Ziesmer starteten für das Unfallkrankenhaus Berlin
Vertreter von Senatsverwaltung, Deutschem Behindertensportverband und Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (DGUV) verabschiedeten am Flughafen Tempelhof gemeinsam das Handbike- und Rennrollstuhl-Team des Unfallkrankenhauses Berlin zum 37. real,-Berlin-Marathon.
Mit Europas größter Laufveranstaltung hatte das Unfallkrankenhaus Berlin zur BG-Kliniktour in Berlin einen idealen Partner gefunden, um auch in der Hauptstadt einer breiten Öffentlichkeit die Bedeutung des Sports in der sozialen und beruflichen Integration von Menschen mit Handicap zu vermitteln.
Über 40.000 Läufer, Skater und Rollstuhlfahrer nahmen dieses Jahr am 26. September 2010 unter dem Beifall fast einer Million Zuschauer am 37. real,-Berlin-Marathon teil. Mehr als 100.000 Besucher verzeichnete die Marathonmesse „Berlin Vital", auf der die BG-Klinktour am Samstag vor dem großen Lauf Station machte.
Vor beeindruckender historischer Kulisse auf dem Flughafen Tempelhof sorgten ein 400 Quadratmeter großer Infostand mit Bühne und ein speziell gestalteter Sattelschlepper erfolgreich für die visuelle Vermittlung der Tour-Botschaft „Bewegung verbindet". Die integrativen Elemente des Behindertensports wurden durch einen weiträumigen Rollstuhl-Parcours zum Mitmachen und ein abwechslungsreiches Sportprogramm verdeutlicht.
Unterstützt vom Alba-Berlin-Danceteam, demonstrierten die 1. Rollstuhlbasketball-Mannschaft des Hauptstadtklubs, die Rollstuhlrugby-Spieler der „Berlin Raptors" sowie Paralympics-Tischtennis-Sieger Holger Nikelis und seine Team-Kollegen zahlreichen jungen und älteren Messebesuchern ihre erstaunlichen Fähigkeiten. Sportliche Darbietungen in Rollstuhltanz und -selbstverteidigung rundeten das Programm ab.
Höhepunkt der Veranstaltung war schließlich die Verabschiedung des BG-Kliniktour-Teams aus Handbikern und Rennrollifahrern zum Marathon am Folgetag. Unter der Führung des mehrfachen Paralympics-Gewinner Heinrich Köberle, der als einer der ersten Rollstuhlfahrer bereits 1984 beim 11. Berlin Marathon mit dabei war, engagierten sich zwei Handbiker und vier Schnellrollstuhlfahrer für die BG-Kliniktour, unter ihnen der Ex-Turner Ronny Ziesmer. Erstmalig mit dabei waren der 16-jährige Timm Seestädt und der 23-jährige Malte Schneeberg, beide Entdeckungen des Routiniers Köberle.
Verabschiedet wurde das Team unter anderem durch Thomas Härtel, den Staatssekretär für Sport der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin, Marina Schröder, die Vorstandsvorsitzende der DGUV, Friedhelm Julius Beucher, den Präsidenten des Deutschen Behindertensportverbands und Prof. Dr. Axel Ekkernkamp und Prof. Dr. Walter Schaffartzik vom Unfallkrankenhaus Berlin.
Zu den weiteren Gästen gehörten Christiane Reppe, Natalie Simanowski und Heinrich Popow vom DGUV-Team, die in Talkrunden über die erfolgreiche Rehabilitation nach Krankheit oder Unfall berichteten und gemeinsam mit Sportärzten des Unfallkrankenhauses Berlin über die Vorteile medizinischer Leistungsdiagnostik im Rehasport diskutierten.
Das Bühnenprogramm endete schließlich mit der Übergabe des Tour-Staffelstabes an Christina Andrecht vom Diakoniekrankenhaus Friederikenstift Hannover, das am 7. November 2010 den nächsten Kliniktour-Termin im Rahmen der IPC-Rollstuhltanz-Weltmeisterschaft ausrichten wird.
Berlin, den 30.09.2010
BG Kliniktour 2010 im Marathonfieber
Das Unfallkrankenhaus Berlin präsentierte eigenes Team
Am 25. September 2010 lud das Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) zur vorletzten BG Kliniktour Station auf das Rollfeld des Flughafens Berlin-Tempelhof. Vor dieser historischen Kulisse warteten auf die Besucher der Marathonmesse „Berlin vital“ Sportdarbietungen im Rollstuhlrugby, Rollstuhlbasketball und Podiumsdiskussionen rund um das Thema „Bewegung verbindet“. Ärzte und ehemalige Patienten sowie paralympische Topathleten, wie Heinrich Popow (Leichtathletik) und Natalie Simanowski (Handbike) diskutierten gemeinsam über die Bedeutung des Sports für die medizinische und berufliche Rehabilitation nach Unfall oder Krankheit.
Ziel der Veranstaltung war es, „einer breiten Öffentlichkeit die Bedeutung des Sports in der sozialen und beruflichen Integration von Menschen mit Handicap zu vermitteln“, betonte ukb-Geschäftsführer Prof. Axel Ekkernkamp.
Als Höhepunkt der Veranstaltung starteten für das Unfallkrankenhaus Berlin ein Team aus zwei Handbikern und vier Rennrollstuhlfahrern beim 37. Berlin-Marathon am Sonntag, den 26. September 2010. Verabschiedet wurde das Team im Rahmen der BG-Kliniktour unter anderem durch den Staatssekretär für Sport der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin, Thomas Härtel und die Vorstandsvorsitzende der DGUV, Marina Schröder.
Frau Schröder unterstrich die Vorbildfunktion der Athleten mit Handicap: "Neben den persönlichen sportlichen Erfolgen zeigen sie anderen mit ihren sportlichen Höchstleistungen, was es heißt, das Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Deshalb können sie anderen, die in einer ähnlichen Situation sind, Mut machen."
Widrige Umstände - Nasse Straßen - Rutschige Reifen
Der Berlin-Marathon bestand in diesem Jahr mehr aus Rutschen als aus Fahren. Der Wettergott meinte es mit den Startern nicht ganz so gut und bescherte Berlin einen verregneten Sonntag. Die Handbiker und Rennrolli-Fahrer ließen sich davon aber nicht abbringen und gaben ihr Bestes. Im Handbike traten der mehrfache Paralympics-Sieger Heinrich Köberle und Ex-Turner Ronny Ziesmer an, der 2010 zum zweiten Mal dabei gewesen ist.
Im Juni 2004 hatte sich der damals 25-jährige Ziesmer bei einem Trainingssturz die Halswirbelsäule gebrochen. Seither ist er vom fünften Halswirbel abwärts gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Für den Meisterturner fing nach seinem tragischen Unfall alles „bei null an“. „In der jetzigen Situation vereinfacht der Sport das alltägliche Leben, man kommt beim Transfer fünf Zentimeter höher, das sind Welten“, erklärte er.
„Dass Ronny Ziesmer uns hier unterstützt, freut uns sehr, denn auch für unsere Patienten ist er ein großes Vorbild“, so Prof. Ekkernkamp am Vortag des Marathons bei der BG Kliniktour-Veranstaltung. Ekkernkamp, in dessen Klinik Ziesmer nach dem schweren Trainingssturz behandelt wurde, meinte: „Aus ärztlicher Sicht ist eine gewisse Grundsportlichkeit von Vorteil, doch keineswegs Voraussetzung für eine gelungene Rehabilitation.“ Ziesmers Ziel beim Berlin-Marathon 2010, unter zwei Stunden zu bleiben, konnte er aufgrund von Dauerregen und rutschigem Untergrund aber nicht erreichen.
Den widrigen Umständen zu trotzen und eine gute Zeit einzufahren, das versuchten erstmalig auch der 16-jährige Timm Seestädt und der 23-jährige Malte Schneeberg, beide Entdeckungen des Routiniers Heinrich Köberle. Verstärkt wurde das Team im Rennrollstuhl durch den erfahrenen Berliner Sirko Wehr, der bereits 14 Marathons absolviert hat, und den Studenten Alhassane Baldé, der in diesem Jahr zum 10. Mal angetreten ist. Baldé und Schneeberg konnten sich trotz des schlechten Wetters über eine respektable Zeit unter zwei Stunden freuen.
Auch Natalie Simanowski, die als eine der DGUV-Athleten die diesjährige Kliniktour begleitet, trat am Sonntag mit dem Rennrollstuhl an. Mit einer Zeit von 02 Stunden, 16 Minuten und 2 Sekunden konnte sie aufgrund der Bedingungen höchst zufrieden sein. „Zum ersten Mal seit meiner “Läuferzeit” stand ich wieder am Start. Es war ein tolles Gefühl.“
Die letzte Station der BG Kliniktour 2010 findet dann am 07. November in Hannover im Rahmen der Rollstuhltanz-WM statt. Christina Andrecht nahm stellvertretend für die BG Abteilung des Diakoniekrankenhaus Friederikenstift Hannover den Staffelstab entgegen.
Berlin, den 21.09.2010
BG-Kliniktour 2010 goes Marathon
Unfallkrankenhaus Berlin schickt mehrfachen Paralympics-Gewinner Heinrich Köberle, Ex-Turner Ronny Ziesmer und vier Schnellrollstuhlfahrer an den Start
Im Rahmen der BG-Kliniktour 2010 geht für das Unfallkrankenhaus Berlin ein Team aus zwei Handbikern und vier Rennrollstuhlfahrern beim 37. real,- Berlin-Marathon am 26. September 2010 an den Start.
Unter der Führung des mehrfachen Paralympics-Gewinner Heinrich Köberle, der als einer der ersten Rollstuhlfahrer bereits 1984 beim 11. Berlin Marathon mit dabei war, engagieren sich zwei Handbiker und vier Schnellrollstuhlfahrer für die BG-Kliniktour, eine bundesweite Veranstaltungsreihe der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), der Vereinigung Berufsgenossenschaftlicher Kliniken (VBGK) und des Deutschen Rollstuhlsportverbandes (DRS), die alle zwei Jahre stattfindet und einer breiten Öffentlichkeit die Bedeutung des Sports in der sozialen und beruflichen Integration von Menschen mit Handicap vermitteln soll.
Im Handbike starten Heinrich Köberle und Ex-Turner Ronny Ziesmer, der 2009 erstmalig angetreten ist und hofft, in diesem Jahr, die Zwei-Stunden-Marke knacken zu können.
Erstmalig mit dabei sind der 16-jährige Timm Seestädt und der 23-jährige Malte Schneeberg, beide Entdeckungen des Routiniers Heinrich Köberle.
Verstärkt wird das Team durch den Marathon erfahrenen Berliner Sirko Wehr, der bereits 14 Marathons absolviert hat, und den Studenten Al Hassane Baldé, der in diesem Jahr zum 10. Mal antritt. Alle vier Athleten treten im Schnellfahrrollstuhl an.
Verabschiedet wird das Team im Rahmen der Kernveranstaltung der BG-Kliniktour am Samstag, 25.09.2010 unter anderem durch den Staatssekretär für Sport der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin, Thomas Härtel, die Vorstandsvorsitzende der DGUV, Marina Schröder, und den Geschäftsführer des Unfallkrankenhauses Berlin, Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, auf der Gesundheitsmesse Berlin Vital im Flughafen Tempelhof, zu der mehr als 100.000 Besucher erwartet werden.
| Samstag, 25.09.2010 12.00 Uhr |
Talk und Entsendung Das Team: Sechs Athleten starten für die BG-Kliniktour in Berlin |
Handbiker Heinrich Köberle Ronny Ziesmer Schnellfahrer Al Hassane Balde´ Malte Schneeberg Timm Seestädt Sirko Wehr |
BG-Kliniktour Bühne Kernveranstaltung auf der Berlin Vital (Flughafen Tempelhof) |
| Sonntag, 26.10.2010 10.30 Uhr |
Fototermin und Interviewmöglichkeit Das Team: Sechs Athleten starten für die BG-Kliniktour in Berlin |
Handbiker Heinrich Köberle Ronny Ziesmer Schnellfahrer Al Hassane Balde´ Malte Schneeberg Timm Seestädt Sirko Wehr |
Zielbereich |
Berlin, den 27.08.2010
Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) wird ausgezeichnet
Senatorin Katrin Lompscher würdigt Engagement für Organspende
Zum ersten Mal zeichnet die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz am 27.08.2010 gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) ein Berliner Krankenhaus für den Einsatz bei der Organspende aus. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unfallkrankenhauses Berlin haben sich in besonderem Maße dafür eingesetzt, Organspenden zu ermöglichen“, sagte Senatorin Katrin Lompscher.
Ausschlaggebend für die Ehrung sind Kriterien wie die umfassende Unterstützung der Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitungen, die systematische Fortbildung des Klinikpersonals sowie die Erarbeitung von Leitlinien und Verfahrensschritten für den Akutfall Organspende. „Wir betrachten unser Engagement für die Organspende als selbstverständlichen Bestandteil unserer Verantwortung für Patienten und die Gesellschaft“, erklärte Prof. Dr. med. Axel Ekkernkamp, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des ukb.
In Deutschland stehen cirka 12.000 Patienten auf der Warteliste für ein neues Organ. Im Jahr 2009 konnten 4.709 Transplantationen durchgeführt werden. Dennoch sterben jedes Jahr etwa 1.000 Menschen, weil nicht rechtzeitig ein neues Organ für sie zur Verfügung stand. Obwohl laut Umfragen fast 80 Prozent der Bundesbürger die Organspende befürworten, besitzen nur 17 Prozent einen Organspendeausweis. „Jeder sollte eine eigene informierte Entscheidung zur Organspende treffen“, betonte Senatorin Lompscher. „Es ist nicht einfach, über den eigenen Tod nachzudenken. Aber die Bereitschaft zur Organspende ist eine menschliche Geste, die Leben schenkt.“
Mit 44 realisierten Organspenden und 133 gespendeten Organen im ersten Halbjahr 2010 (2009: 30 Organspender und 80 gespendete Organe) konnte Berlin sein Vorjahresergebnis deutlich steigern. „Diesen Erfolg verdanken wir der engen Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern, den lokalen Transplantationszentren und der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz“, sagte Dr. med. Claus Wesslau.
Die DSO ist seit Juli 2000 die bundesweite Koordinierungsstelle für Organspende. In der Akutsituation Organspende begleitet sie alle Abläufe: Von der qualifizierten Feststellung des Hirntods über das Gespräch mit den Angehörigen, medizinischen Maßnahmen zur Erhaltung von Organen und zum Schutz der Organempfänger bis hin zum Organtransport. Daneben unterstützt sie Krankenhäuser durch Fortbildungen und Prozessoptimierung zum Thema Organspende. Die Mitarbeiter der DSO-Region Nord-Ost, zu der Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gehören, betreuen insgesamt 116 Krankenhäuser, davon 39 in Berlin.
Ansprechpartner:
Alexandra Hesse, Leiterin Krankenhaus-Kommunikation
Deutsche Stiftung Organtransplantation, Deutschherrnufer 52, 60594 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (69) 677 328-9420, Fax: +49 (69) 677 328-9409, E-Mail: kh-info@dso.de
Dr.med. Claus Wesslau, Geschäftsführender Arzt der DSO-Region Nord-Ost
Deutsche Stiftung Organtransplantation, Saatwinkler Damm 11-12, 13627 BerlinTel.: +49 (69) 677 328-2001, Fax: +49 (69) 677 328-2099, E-Mail: nord-ost@dso.de
Dr. Marie-Luise Dittmar, Pressesprecherin
Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz
Brückenstraße 6, 10179 Berlin
Tel.: +49 (30) 9025-2153, Fax: +49 (30) 9025-2501, E-Mail: pressestelle@senguv.berlin.de
Esther K. Heyer, Pressesprecherin
Unfallkrankenhaus Berlin (ukb)
Warener Straße 7, 12683 Berlin
Tel.: +49 (30) 5681-4040, Fax: +49 (30) 5681-4043, E-Mail: esther.heyer@ukb.de
Berlin, den 25.08.2010
Vernissage: "Hier und Dort"
Ölbilder der Künstlerin Christine Falk
Das Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) und der Förderverein zur Ausgestaltung von Kunst und Kultur laden am 30. August 2010 um 19.00 Uhr in die Magistrale ein zur Ausstellungseröffnung der Berliner Malerin Christine Falk.
Zur Inspiration legte die Künstlerin einen weiten Weg zurück. Beeinflusst ist sie vom Reisen in fast alle Teile der Welt, der Neugier und dem Staunen über Anderes und Neues, die ihr die Neuentdeckung und Wiederhinwendung zum eigenen Umfeld immer wieder zu einem Abenteuer werden lassen. Die in ihrem Lebensumfeld und auf ihren Reisen gesammelten Eindrücke bearbeitet die Malerin in ihrem Berliner Atelier zu stark abstrahierten, leuchtenden Ölbilder. Es werden Arbeiten aus den letzten 10 Jahren gezeigt, die den Betrachter am Erleben der Künstlerin teilhaben lassen.
In ihrer Malerei, die vorwiegend in Öl malt, geht die Künstlerin vom Realen, persönlich Geschehenen aus und filtert das Wichtigste, Wesentliche heraus. Thema war und ist der menschliche Lebensraum und die Natur mit ihren Veränderungen durch den Menschen.
Eine Berliner Galeristin verdeutlichte: „Christine Falks spezifische Bildsprache ist der Realität sehr verpflichtet. Ihre Fernreisen nach Asien, Afrika, aber auch zunehmende Zufallsbegegnungen im unmittelbaren Lebensraum sind Ausgangspunkte für ihre häufig seriell bearbeiteten Bildthemen. Ihr geht es dabei immer wieder um eine Bewusstwerdung und um ein Staunen können angesichts der alltäglichen Sensationen, die überreizten Menschen häufig entgeht.“
Christine Falk studierte unter anderem in Halle und Berlin Weißensee Keramik und Malerei. Im Anschluss erhielt Sie Stipendien und veröffentlicht ihre Werke auf zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, zum Beispiel in Peking, New Orleans und Bangkok. Sie lebt und arbeitet heute in Berlin.
Die Künstlerin steht während der Eröffnung gerne für Fragen zur Verfügung.
Ausstellungseröffnung
Datum / Zeit: 30. August 2010, 19.00 Uhr
Ort: Unfallkrankenhaus Berlin
Magistrale des Hauptgebäudes
Warener Str. 7
12683 Berlin
Wir würden uns freuen, Sie ab 19.00 Uhr in der Magistrale des ukb begrüßen zu dürfen. Um vorherige Anmeldung unter der Fax-Nr. 030-56813303 wird gebeten.
Berlin, den 25.08.2010
Drei Mal Bronze für die Wann Sea Dragons
Intensivpfleger des Unfallkrankenhauses Berlin startet bei Drachenboot-WM in Macau
Mit drei Medaillengewinnen bei der Drachenboot-Weltmeisterschaft 2010 im chinesischen Macau hat das Berliner Team „Wann Sea Dragons" diesen Sommer Vereinsgeschichte geschrieben.
Über 2000m, 500m und 200m erkämpfte die Rudermannschaft um ukb-Intensivpfleger Uwe Jordan jeweils den dritten Platz bei den so genannten „7th Club Crew World Championships" vom 28. Juli bis 1. August 2010 in der chinesischen Glücksspiel-Metropole nahe Hongkongs.
Das Team „Wann Sea Dragons" besteht aus 20 Ruderern, einem Trommler und einem Steuermann und hatte sich 2009 als Deutscher Meister direkt für die WM im Geburtsland des Drachenbootruderns qualifiziert.
Berlin, den 16.08.2010
Kooperation zwischen dem Bundeswehrkrankenhaus Berlin und dem Unfallkrankenhaus Berlin zur Versorgung brandverletzter Soldaten
Der Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt
Dr. Kurt-Bernhard Nakath, und die Geschäftsführer des Unfallkrankenhauses Berlin, Professor Dr. med. Axel Ekkernkamp und Professor Dr.-Ing. Ernst Haider, unterzeichnen am Donnerstag, den 19. August 2010 im Unfallkrankenhaus Berlin einen Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Behandlung brandverletzter Soldaten.
Hinweise für die Medien:
Medienvertreter sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.
Termin: 19. August 2010, Eintreffen der Medienvertreter bis 10.45 Uhr
Ort: Unfallkrankenhaus Berlin, Warener Str. 7, 12683 Berlin,
Liegendkrankenanfahrthalle
Kontakt: Frau Esther K. Heyer
Tel.: 030/ 5681 - 4040
Fax: 030/ 5681 - 4043
E-Mail: esther.heyer@ukb.de
Anmeldung: telefonisch, per Fax oder E-Mail bis 18. August 2010, 12:00 Uhr
Datum: 19.08.2010
Zeit: 11:00 - 13:30 Uhr
Ort: Unfallkrankenhaus Berlin
Warener Straße 7
12683 Berlin
Ablaufplan:
| Zeit | Programmpunkt |
11:00 Uhr |
Begrüßung durch Prof. Dr.-Ing. Ernst Haider |
| 11:10 Uhr | Ansprache Generaloberstabsarzt Dr. Kurt-Bernhard Nakath |
| 11:20 Uhr | Ansprache Prof. Dr. med. Axel Ekkernkamp |
| 11:30 Uhr | Unterzeichnung des Vertrages |
| 11:35 Uhr | Pressegespräch |
| 11:55 Uhr | Fototermin vor einem Rettungswagen des Bundeswehr- krankenhauses Berlin und dem Notarztwageneinsatzfahrzeug des Unfallkrankenhauses Berlin |
| 12:15 Uhr | Kurzbesichtigung Schockraum |
| 12:25 Uhr | Fototermin am Schockraum des Zentrums für Schwerbrandverletzte |
| 12:45 Uhr | Fototermin vor einer Bell UH-1 D der Bundeswehr und dem Intensivtransporthubschrauber Christoph Berlin |
| 13:00 Uhr | Austausch und Imbiss |
| 13:30 Uhr | Abreise der Teilnehmer |
Berlin, den 18.06.2010
"Jeden kann es treffen": Verkehrsunfallopfer, Hinterbliebene, Ersthelfer und Verursacher im Portrait
Eindrucksvolle Fotoausstellung wird im Unfallkrankenhaus Berlin gezeigt
Im Kontext des bundesweiten Tages der Verkehrssicherheit am 19. Juni 2010 zeigt das Unfallkrankenhaus Berlin ab Dienstag, 22.06.2010 die Ausstellung „Jeden kann es treffen“.
In der Magistrale der Klinik werden durch Portraits, Berichte und privaten Dokumentationen anhand von dreißig Einzelschicksalen die Konsequenzen von Gedankenlosigkeit, Selbstüberschätzung und Leichtsinn im Straßenverkehr verdeutlicht.
„Der Schmerz, die Wut und die Hilflosigkeit aller Beteiligten soll den Betrachter dazu bewegen, über seine Verantwortung sich selbst und anderen Menschen gegenüber nachzudenken“, so die Initiatorin Ina Kutscher, die selbst Opfer eines Verkehrsunfalls war.
„Unfallprävention ist uns ein wichtiges Anliegen“, erklärt Prof. Dr. med. Axel Ekkernkamp. „Mit der eindrucksvollen Fotoausstellung von Ina Kutscher möchten wir das Thema auf breiter Ebene präsentieren und zeigen, dass jeder dazu beitragen kann, die Unfallzahlen zu senken“.
Das Unfallkrankenhaus Berlin ist Partner des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und unterstützt mit der Ausstellung „Jeden kann es treffen“ den sechsten Tag der Verkehrssicherheit, der unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Sicherheit“ steht.
Hintergrund
Risiko auf zwei Rädern?
Neue Studie zu Motorradunfällen
Jährlich verunglücken in Deutschland mehr als 30.000 Motorradfahrer bei Verkehrsunfällen. Eine aktuelle Studie untersucht Motorradunfälle auf typische Unfallursachen und Verletzungsmuster. Die Autoren unterstreichen die protektive Wirkung von Schutzkleidung.
Männliche Motorradfahrer unter 30 mit weniger als zwei Jahren Fahrerfahrung sind die am stärksten gefährdete Risikogruppe unter motorisierten Zweiradfahrern. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie der Universität Greifswald und des Unfallkrankenhauses Berlin, in der ein Expertenteam um Prof. Dr. Axel Ekkernkamp typische Verletzungsmuster sowie die Ursachen und Mechanismen motorisierter Zweiradunfälle (darunter fallen Motorräder, Mofas und Mopeds) im Zeitraum von 2001 bis 2005 untersuchte. Im Erhebungszeitraum waren 94 Prozent der verunglückten Motorradfahrer Männer, Dreiviertel jünger als 30 Jahre und mehr als die Hälfte der Unfallopfer verfügte lediglich über eine Fahrerfahrung von bis zu zwei Jahren.
Als Hauptunfallursache bei Motorradunfällen identifizierten die Forscher individuelles Fehlverhalten im Sinne von unangepasster Geschwindigkeit, Überholfehlern oder Fahruntüchtigkeit. Diesen Unfällen lag mehrheitlich ein Eigenverschulden des Motorradfahrers (68 Prozent) zugrunde. Umgekehrt verhält es sich bei der zweithäufigsten Unfallursache, dem Fehlverhalten beim Abbiegen und an Kreuzungen oder Straßeneinmündungen. Hier lag das Unfallverschulden zu 78 Prozent bei anderen Verkehrsteilnehmern.
Die Studienergebnisse zeigen, dass die Mehrzahl der Motorradfahrer innerhalb geschlossener Ortschaften verunglückt. Die meisten Motorradunfälle ereignen sich in Deutschland in der Freizeit – am Wochenende und in den Abendstunden. Der Monat Mai, zu Beginn der Motorradsaison, weist überproportional viele Verunglückte auf. Als Ursache kann hierbei das neu zu entwickelnde Fahrgefühl für Wiedereinsteiger geltend gemacht werden.
Angesichts des hohen Unfall- und Verletzungsrisikos bei Motorradfahrern fordern die Autoren der Studie das konsequente Tragen spezieller Schutzkleidung. Die am häufigsten verletzte Region bei Motorradfahrern ist der Kopf. So lagen bei 41 Prozent aller Unfallopfer Schädel-Hirn-Verletzungen vor. Das Schädel-Hirn-Trauma wurde auch als die häufigste Todesursache identifiziert. Fast die Hälfte der untersuchten Motorradfahrer wies relevante Verletzungen der unteren Extremität auf. Die Bedeutung spezieller Schutzkleidung wird durch 12 Prozent offene Frakturen und weitere 10 Prozent ausgeprägte Weichteilverletzungen unterstrichen. Von den untersuchten Motorradfahrern trugen aber lediglich 15 Prozent einen schützenden Ganzkörperanzug bestehend aus Helm, Ganzkörperkombi, Handschuhen und festen Stiefeln. Sie nahmen damit leichtfertig eine höhere Verletzungsschwere in Kauf.
Ein besorgniserregendes Ergebnis lieferte die psychologische Befragung der verunglückten Motorradfahrer. Bei diesen konnte eine signifikant höhere Risikobereitschaft im Vergleich zu anderen Fahrzeugfahrern festgestellt werden, was angesichts zunehmender Leistungsstärke der Motorräder und dem allgemein schlechten Schutz des Fahrers die Unfallwahrscheinlichkeit und die Verletzungsschwere erhöht.
Quelle: Schmucker, U./ Frank, M./ Seifert, J./ Hinz, P./ Ekkernkamp, A./ Matthes, G.: Two wheels – too dangerous? Eine Analyse von Unfalldaten und Bundesstatistik, in: Unfallchirurg 2008, 28.11.2008, S.968-976.
Berlin, den 10.05.2010
Hauptstadtkongress 2010
Mit rund 8000 Besuchern verzeichnete der Hauptstadtkongress in seinem 13. Jahr einen neuen Besucherrekord. Fast 600 Referenten sprachen und diskutierten vom 5.-7. Mai in rund 100 Veranstaltungen und 50 Workshops im Hauptstadtforum, im Managementkongress KKR, im Pflegekongress und im Ärzteforum, das unter Leitung von Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des Unfallkrankenhauses Berlin, sein 10jähriges Bestehen feierte.
Die Eröffnungsrede zum Hauptstadtkongress, der vom 11. bis 13. Mai 2011 erneut im Internationalen Congress Centrum Berlin stattfindet, hielt Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler.
Weitere Informationen, die vollständige Rede des Bundesgesundheitsministers und einen ausführlichen Rückblick zum Hauptstadtkongress 2010 finden Sie unter:
www.hauptstadkongress.de
Berlin, den 28.04.2010
Unfallkrankenhaus Berlin öffnet zweites Gästehaus
Steigende Nachfrage nach Hotel- und Serviceleistungen - Künftig können mehr Patienten und Besucher im Vier-Sterne-Standard auf Klinikgelände wohnen
Am 4. Mai erfolgt die Schlüsselübergabe für ein zweites Patientenhotel auf dem Gelände des Unfallkrankenhauses Berlin. Aufgrund der großen Nachfrage nach Serviceangeboten erweitert die Klinik ihre Hotelkapazitäten. Die Umsetzung des neuen Konzeptes übernimmt die Ahr Service GmbH aus Oberhausen.
Bereits seit 2007 bietet das ukb ambulanten Patienten, Angehörigen von stationären Patienten und Besuchern die Möglichkeit, in 15 Zimmern mit 25 Betten in einem separaten Gästehaus zu übernachten. Dieses Angebot wird vor allem von Patienten nach schwersten Handverletzungen, Patienten der Schmerztherapie und von Patienten der Berufsgenossenschaftlichen Schulterrehabilitation genutzt. Mit einer Auslastung von über 80 Prozent reichten diese Kapazitäten nicht mehr aus. „ Um weitere Grundlagen für den Ausbau unseres medizinisch-therapeutischen Angebots zu schaffen und dem vermehrten Aufkommen semi-stationärer Patienten zu entsprechen, haben wir uns für ein weiteres Gästehaus entschieden, das den Hotelcharakter noch stärker abbildet“, sagt Geschäftsführer, Prof. Dr. med. Axel Ekkernkamp.
Franz-Josef Richter, Prokurist der Ahr Service GmbH, ergänzt: „Kernaufgabe von Krankenhäusern und Kliniken ist es, Patienten medizinisch und pflegerisch zu versorgen. Weil sie dabei die Menschen meist über einen längeren Zeitraum auch beherbergen, können sie mit hotelähnlichen Serviceleistungen nicht nur die Zufriedenheit ihrer Klientel erhöhen, sondern auch interne Prozesse verbessern. Beides sind Voraussetzungen, um die Wettbewerbsfähigkeit im Gesundheitsmarkt zu steigern.“
Da die hochwertige Gestaltung des ersten Gästehauses ein wichtiger Faktor für die Patientenzufriedenheit war, stellte das ukb auch bei der Erweiterung hohe Qualitätsanforderungen. So verfügt das neue „Hotel“ über einen Standard, der insbesondere bei der Zimmergestaltung im Vier-Sterne-Superior Bereich liegt. Die historische Bausubstanz auf dem Klinikgelände spiegelt sich auch in der Gesamtanmutung des neuen Gästehauses wider: Konsequent wurde die Idee der „Stadtvilla“ aufgenommen und umgesetzt. Die 17 Zimmer mit einer Deckenhöhe von fast vier Metern können sowohl als EZ als auch DZ genutzt werden, wobei den Patienten die Zimmer stets zur Einzelnutzung überlassen werden. Zwei davon sind besonders großzügig und behindertengerecht ausgelegt. Bei der Innenarchitektur wurde ein besonderer Wert auf hochwertige Materialien, ein elegantes und warmes Farbkonzept und helle, Licht durchflutete Räume gelegt. Auch die moderne technische Ausstattung mit Flat-TV und Internetzugang sowie die Design-Badezimmer vermitteln den Gästen das Gefühl, in einem hochwertigen Hotel und nicht in einem Krankenhaus zu sein.
Die Ahr Service GmbH zeichnet sich für Planung, Umsetzung und den Betrieb verantwortlich, der mit der offiziellen „Schlüsselübergabe“ am 4. Mai beginnt. Von besonderem Vorteil ist auch hier die Kooperation mit der Lindner Hotel-Gruppe aus Düsseldorf. Die innenarchitektonische Gesamtgestaltung stammt vom Planungsbüro Objekt ID aus Kamen. Die Verpflegung ist in Vollpension möglich und wird durch das ebenfalls von Ahr betriebene Besucherrestaurant im Lichthof des ukb realisiert.
Berlin, den 27.04.2010
Chirurgen rudern gegen Krebs
Rekordergebnis für das Unfallkrankenhaus Berlin
Mit je einem ersten Platz im Doppelvierer mit Steuermann bzw. im Vierer mit Steuermann feiern die Damen- und die Herren-Mannschaft des Unfallkrankenhauses Berlin ihren bislang größten Erfolg bei der traditionellen Ruderregatta zum Abschluss des jährlich stattfindenden Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH).Die Benefiz-Veranstaltung zugunsten der Stiftung „Leben mit Krebs“ fand am 24. April erstmals auf der Spree statt: Die Rennstrecke verlief zwischen dem Bundeskanzleramt und dem Haus der Kulturen der Welt. Insgesamt 24 Ruderboote kamen bei der Veranstaltung, die bundesweite Sport- und Therapieprogramme für Krebs-Patienten unterstützt, zum Einsatz.
Inoffizieller Höhepunkt des Tages war neben den Erstplatzierungen der zusätzlich errungene 2. Platz im Achter der Herren, den ein gemischtes Team aus den Vierer-Mannschaften der Damen und Herren für das ukb erkämpfte.
ukb-Ruder-Mannschaften 2010
4er Herren
Sebastian Steudtemann, Moritz Morawski, Kai Roske, Nadim Al-Obaidi
Steuerfrau: Rodanthi Margariti
4er Damen
Katharina Port, Insa Matthes, Jenny Dornberger, Melissa Beirau
Steuerfrau: Rodanthi Margariti
Berlin, den 19.04.2010
Transparent, valide und aussagekräftig
Online-Start für die Initiative Qualitätsmedizin (IQM)Die Berufsgenossenschaftlichen Kliniken (VBGK) veröffentlichen zukünftig regelmäßig umfangreiche Informationen über die Behandlungsqualität in Deutschlands Unfallkrankenhäusern im Internet.
Dazu haben die BG-Kliniken sich im Rahmen der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) mit dreizehn führenden kommunalen, konfessionellen und privaten Krankenhausträgern und mehreren Universitätsklinken aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengeschlossen, um gemeinsam für eine kontinuierliche Verbesserung und Sicherung bester Qualität in der Medizin zu sorgen.
Die aktuell 122 Mitglieder von IQM mit jährlich rund 1,7 Mio. stationären und über 4 Mio. ambulanten Patienten setzen bei Transparenz und Aussagekraft ihres Qualitätsmanagements neue Maßstäbe. Sie erfüllen nicht nur den gesetzlich geforderten Mindeststandard, sondern gehen im Interesse bester Medizin und größtmöglicher Patientensicherheit deutlich darüber hinaus. „Krankenhausleistungen werden durch IQM qualitativ vergleichbar – die Initiative bietet Patienten, Angehörigen und einweisenden Ärzten valide und aussagekräftige Informationen über die tatsächliche Qualität medizinischer Behandlung in ihrer Nähe", so Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Mitbegründer von IQM und Geschäftsführer des Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhauses Berlin.
Die Qualitätsergebnisse basieren auf der Messung von Routinedaten mittels relevanter Qualitätsindikatoren, sind daher überprüfbar und bleiben manipulationssicher. Sie beinhalten sämtliche behandelten Fälle und weisen Sterblichkeits- und Komplikationsraten ebenso aus wie für die Beurteilung relevante Mengeninformationen und Behandlungstechniken.
Neben der Qualitätsmessung und deren zeitnaher Veröffentlichung ist für die Mitglieder von IQM das aktive Qualitätsmanagement durch sogenannte Peer Reviews verbindlich. Dabei werden im Rahmen systematischer Begehungen vor Ort Abläufe durch interne und externe Fachkräfte überprüft, um im kollegialen Austausch eine kontinuierliche Verbesserung von Behandlungsergebnissen zu erzielen. Axel Ekkernkamp: „IQM wird perspektivisch über die transparente Qualitätsmessung hinaus wichtige Impulse für die Qualitätssicherung der Medizin in deutschen Krankenhäusern und im ambulanten Sektor setzen."
Die Bundesärztekammer und die Ärztekammer Berlin unterstützen Deutschlands erste trägerübergreifende Initiative klinischer Qualitätssicherung im Rahmen von extern begleiteten Peer Reviews als Kooperationspartner.
Die aktuellen Qualitätsdaten aller IQM-Kliniken finden sich ab dem 19.04.2010 auf der Website: www.initiative-qualitaetsmedizin.de
IQM ist ein Zusammenschluss aus vierzehn führenden Krankenhausträgern: Die Vereinigung Berufsgenossenschaftlicher Kliniken, die HELIOS Kliniken GmbH, die Johanniter GmbH Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Einrichtungen, die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die MTG Malteser Trägergesellschaft gGmbH, die SRH Kliniken GmbH, das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der TU Dresden und das Universitätsspital Basel gründeten im Jahre 2008 die Initiative. Die Charité-Universitätsmedizin Berlin, die Damp Holding AG, die Gesundheit Nordhessen Holding AG, die Klinikum Saarbrücken gGmbH, die Klinikum St. Elisabeth Straubing GmbH und die Ludwig-Maximilians-Universität München sind 2009 als weitere Mitglieder dazugekommen.
IQM ist für jeden Klinikträger offen, damit möglichst viele Patienten von Qualitätsmedizin profitieren können.
Berlin, den 09.04.2010
"Durch das Expertenteam werde ich schnell wieder fit sein"
Profifußballer Markus Brzenska verlässt heute das Unfallkrankenhaus Berlin
In der Allianz Arena beim Auswärtsspiel gegen 1860 München am 04.04.2010 hatte sich Abwehrspieler Markus Brzenska vom Fußball-Zweitligisten Energie Cottbus beim 2:1-Sieg des Teams den linken Mittelhandknochen gebrochen.
Der Profifußballer, der trotz Verletzung das Spiel beendete, wurde am 08.04.2010 von einem Handchirurgenteam um Oberarzt Dr. med. Jens-Ingmar Höpfner im Unfallkrankenhaus Berlin operiert. „Wir haben Herrn Brzenska eine Platte zur Stabilisierung des mehrfach gebrochenen Mittelhandknochens eingesetzt. Der begleitende knöcherne Ausriss eines Seitenbandes am Zeigefindergrundgelenk bedurfte keiner operativen Maßnahme", so Höpfner.
Die Gesamtbehandlung des Profifußballers wurde koordiniert vom Zentrum für Sportmedizin, das auf die Behandlung und langfristig Betreuung von Spitzensportlern spezialisiert ist. „Gerade zum jetzigen Zeitpunkt, in der heißen Phase der Saison, ist es für Herrn Brzenska außerordentlich wichtig, bestmöglich behandelt zu werden, um schnell wieder auf dem Platz zu stehen", erklärt Dr. med. Moritz Morawski vom Zentrum für Sportmedizin des Unfallkrankenhauses Berlin. „Neben der eigentlichen Operation haben wir die zügige Wiedererlangung der vollen Leistungsfähigkeit im Blick. Wir stehen in ständigem Kontakt mit den Vereinen – insbesondere mit Mannschaftsärzten und Physiotherapeuten", so Morawski weiter.
„Die enge, unkomplizierte Zusammenarbeit von Handchirurgie und Sportmedizin hat mich beeindruckt. Die gesamte Behandlung verlief schnell und reibungslos. Ich bin sicher, dass ich bis zum Berlin-Brandenburg-Derby gegen Union Berlin am 26. April im Stadion der Freundschaft wieder fit sein werde", sagt Markus Brzenska, bevor er die Klinik verlässt.

Berlin, den 25.03.2010
Qualitätsgesichertes Trinkwasser
Unfallkrankenhaus Berlin erhält neues Prüfzertifikat
Als bundesweit erstes Unternehmen wurde das Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) am 20. Januar 2010 mit dem Prüfzertifikat für qualitätsgesichertes Trinkwasser der unabhängigen Überwachungsgemeinschaft für Bade- und Trinkwassersicherheit (BTWS) ausgezeichnet.
Das Mitte März feierlich übergebene Zertifikat bescheinigt dem ukb nicht nur die Verwendung gesundheitlich einwandfreien Trinkwassers, sondern auch höchste hygienische Standards in sämtlichen Bereichen der innerbetrieblichen Qualitätssicherung. „Uns ist es wichtig, alles Erdenkliche zu tun, um unsere Patienten und Mitarbeiter zu schützen“, so Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des ukb.
Dazu gehört auch die systematische Vermeidung einer Kontamination des Leitungssystems mit gesundheitsschädlichen Legionellen. Die erstmals in den 70er Jahren bei Vietnam-Veteranen aufgetretenen Bakterien können lebensgefährliche Lungenentzündungen hervorrufen und verbreiten sich besonders in Klimaanlagen und wenig genutzten Wasserleitungen. Anfang 2010 führte der Erreger in Ulm zu fünf Todesfällen. Weltweit gelten Legionellen als hygienisches Hauptproblem in Krankenhäusern und Hotels, führen regelmäßig zur vorübergehenden Stilllegung oder Schließung von Großbetrieben und verursachen damit auch enormen wirtschaftlichen Schaden.
Die thermische Desinfektion mit heißem Fließwasser ist zur Vermeidung von Legionellenbefall nicht ausreichend: Im ukb wurden zusätzlich Filter eingesetzt, tote Leitungen abgebaut und ein umfangreiches Wartungssystem etabliert. „Wir haben Sachverständige der Überwachungsgemeinschaft eingesetzt, die mit einem formalisierten Vorgang organisatorische, technische und physikalisch-chemische sowie mikrobiologische Gegebenheiten im Unfallkrankenhaus Berlin überprüften und diese für einwandfrei befanden“, so Heinz Drachholtz, Vorstandsvorsitzender von acqua è vita Wasserforum e.V. „Grundlage bildete dafür der Water Safety Plan des ukb. Herkömmliche staatliche Verfahren sehen lediglich eine Probenentnahme aus dem Wasserhahn vor.“
Die behördliche Prüfung der Trinkwasserqualität endet in Deutschland bislang bei der Lieferung an den Verwender. Die gemeinnützige BTWS geht hier deutlich weiter: Das von anerkannten Wasserexperten entwickelte Überwachungsverfahren der 2009 im acqua è vita Wasserforum e.V. gegründeten Initiative hat das Ziel, systematisch die Vorgaben der deutschen Trinkwasserverordnung zur normgerechten Installation der Trinkwasserversorgung in Krankenhäusern, Hotels, Schulen und anderen Einrichtungen zu prüfen, Defizite aufzuweisen und Präventionsmaßnahmen zu empfehlen.
Das Unfallkrankenhaus Berlin, Deutschlands erste digitalisierte Klinik der Maximalversorgung, behandelt jährlich mehr als 50.000 Notfallpatienten. Das 1997 eröffnete Haus in berufsgenossenschaftlicher Trägerschaft ist mit 538 Betten, 17 Kliniken, Instituten und Zentren, 20 Stationen, einer Aufnahmestation, zehn Zentral OPs, zwei ambulanten OPs und einem spezialisierten Operationssaal im Zentrum für Schwerbrandverletzte eines der modernsten Schwerpunktkrankenhäuser Europas.
Berlin, den 08.03.2010
Ausstellungseröffnung am 15. März 2010
Vernissage der Künstlerin Sabine Schultze
"Themba heißt Hoffnung"
Das Unfallkrankenhaus Berlin und der Förderverein zur Ausgestaltung von Kunst und Kultur im Unfallkrankenhaus Berlin freuen sich sehr, Sie am 15. März zur Vernissage der Künstlerin Sabine Schultze einzuladen mit dem Titel "Themba heißt Hoffnung".
Die Ausstellung der Berliner Malerin erzählt eine Geschichte. Sie erzählt die Geschichte eines Landes voller Gegensätze: Armut und Lebensfreude, Trauer und Hoffnung, Schönheit und Kriminalität. Sie erzählt die Geschichte Südafrikas!
20 Jahre nach Ende der Apartheid in Südafrika, dem „langen Weg zur Freiheit", wie der Titel der Biographie des Freiheitskämpfers und ehemaligen Präsidenten Nelson Mandelas, diesen Teil der Geschichte beschreibt, wird das Land geschüttelt von Armut, Hunger, politischer Korruption, Bildungsnotstand, Kriminalität, Drogenmissbrauch, Vergewaltigung, Wellblechhütten ohne Wasser und Strom, Krankheiten, HIV-Aids-Tod! Eine Tatsache, die auch die in diesem Jahr in Südafrika stattfindende Fußball WM, nicht wird verleugnen können.
Dennoch – es gibt auch diese ganz andere Seite, die Henning Mankell in seinem Buch „Die flüsternden Seelen" so treffend und einfühlsam beschreibt: „Ein Lächeln war immer zu haben, kostete nichts, wurde mit einer Großzügigkeit verschenkt, die ich nicht für möglich gehalten hätte. In Afrika lernte ich, dass man eine Heimkehr an einen Ort erleben kann, an dem man nie zuvor gewesen ist."
Sabine Schultze möchte Sie mit dieser Ausstellung mitnehmen in dieses Land voller Geheimnisse, voller Schönheit, voller Faszination, voller Gegensätze, voller Not! Nicht die düsteren Schlagzeilen auf den Seiten einer Zeitung sollen im Vordergrund ihrer Bilder stehen, sondern das Land, in welches die Künstlerin heimgekommen ist, obwohl sie es zuvor noch nicht gesehen hatte. Ein Land voller fröhlicher Farben, ein Land, indem man bei aller Not Zeit hat, ein Lächeln zu verschenken! – Ein Land, in dem „Themba" mehr als ein Wort ist.
Datum: 15. März 2010
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Magistrale des
Unfallkrankenhauses Berlin
Warener Str. 7
12683 Berlin
Programm
Musikalische Einleitung: Adolf-Zander-Oktett der Berliner Liedertafel
Begrüßung der Gäste: Prof. Dr. med. Axel Ekkernkamp
Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des
Unfallkrankenhauses Berlin
Vorstellung des Künstlers: PD Dr. med. Wolfgang Diederichs
Vorsitzender des Fördervereins
Musikalischer Ausklang: Adolf-Zander-Oktett der Berliner Liedertafel
Um vorherige Anmeldung per Fax (030 5681-3303) wird gebeten.
Berlin, den 05.01.2010
Nicht allein bei Prostatakrebs
Selbsthilfegruppe trifft sich künftig im Unfallkrankenhaus Berlin
Ab Februar 2010 trifft sich an jedem dritten Donnerstag im Monat die Selbsthilfegruppe (SHG) Prostatakrebs Berlin Südost im Unfallkrankenhaus Berlin. Die neu gegründete Selbsthilfegruppe gehört als Teil des Berliner Landesverbandes dem Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. an. Die Auftaktveranstaltung findet am Donnerstag, 21. Januar 2010 statt.
Betroffene mit Prostatakarzinom können sich hier über ihre Krankheit informieren, sich untereinander austauschen und neue Strategien zur Bewältigung der Erkrankung entwickeln.
Die SHG ist eng angebunden an das Prostatazentrum des Unfallkrankenhauses Berlin, das die Klinik für Urologie und Neuro-Urologie in Kooperation mit fünf niedergelassenen Urologen und zwei niedergelassenen Strahlentherapeuten führt. Über 40.000 Männer erkranken jährlich neu an einem bösartigen Prostatakarzinom; 12.000 sterben jährlich an dieser Erkrankung. „Wir unterstützen die SHG Prostatakrebs Berlin Südost sehr gern, denn der Austausch der Betroffenen untereinander ist uns, im Sinne der ganzheitlichen Betreuung der Patienten, ausgesprochen wichtig", erklärt Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Diederichs, Direktor der Klinik für Urologie und Neuro-Urologie am Unfallkrankenhaus Berlin.
SHG Prostatakrebs Berlin Südost
Leitung: Herr Leo Kuhn
Kontakt: Tel.: 0151 - 2594 8018
Termin: an jedem dritten Donnerstag im Monat
Eröffnungsveranstaltung am 21. Januar 2010
Zeit: 17.00 Uhr
Ort: Unfallkrankenhaus Berlin
Raum Ganymed (1. Stock neben der Cafeteria)
Warener Str.7
12683 Berlin
Kontakt:
Berliner Prostatazentrum
PD Dr. med. Wolfgang Diederichs
Unfallkrankenhaus Berlin
Warener Str. 7
12683 Berlin
Tel: 030 5681-3301
Fax: 030 5681-3303
E-Mail: wolfgang.diederichs@ukb.de
Pressesprecherin
Angela Kijewski
Mobil: 0172-5649172
Fax 030/5681-4043
angela.kijewski@ukb.de
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