Berlin, den 28.12.2007
Unternehmer Lars Windhorst wird nach Flugzeugunglück im Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) behandelt
Der bei einem Flugzeugabsturz verletzte Unternehmer Lars Windhorst ist heute Morgen um kurz nach 3 Uhr im Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) eingetroffen. Der 31-Jährige war am frühen Freitagmorgen nach der Ankunft auf dem Flughafen Schönefeld mit einem Notarztwagen der Feuerwehr zum ukb gebracht worden.
Windhorst hatte am zweiten Weihnachtsfeiertag bei einem Flugzeugunglück in Kasachstan Verbrennungen sowie Verletzungen des Gesichtsschädels und des Brustkorbs erlitten. Nachdem der Patient im ukb von Ärzten verschiedener Fachdisziplinen untersucht worden ist, wird er derzeit intensivmedizinisch überwacht.
Der Zustand von Lars Windhorst ist inzwischen stabil; er ist wach und ansprechbar.
Berlin, den 04.12.2007
Wechsel an der Spitze
Der Vorstand des Unfallkrankenhauses Berlin hat mit Wirkung zum 20. November 2007 Dr. Horst Riesenberg-Mordeja zum Vorstandsvorsitzenden und Dr. Fritz Bessell zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden gewählt. Vorsitzender und Stellvertretender Vorsitzender wechseln jährlich zum 1. Oktober.
Die bisherigen Vorstandsvorsitzenden Klaus Hinne und Dr. Hans-Joachim Wolff legten ihre Funktionen wegen ihrer parallel ausgeführten Tätigkeit als Mitglieder des vom Vorstand der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) eingesetzten Klinikausschusses nieder.
Dr. Horst Riesenberg-Mordeja, Leiter des Referates Arbeitsschutz und Unfallverhütung in der Bundesverwaltung von ver.di sowie Vorstandsvorsitzender der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft und Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), vertritt als Vorstandsvorsitzender die Versichertenvertreter .
Dr. Fritz Bessell, ebenfalls Vorstandsvorsitzender der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, vertritt im Vorstandsvorsitz die Arbeitgebervertreter.
Hamburg / Berlin, den 26. November 2007
„Wir helfen Profisportlern auf die Sprünge“
Projektstart von L.EAP auf dem 4. Symposium Hochleistungssport
Das Projekt L.EAP von der VBG und fünf Top-Reha-Zentren für Profisportler in Deutschland hilft verletzten Leistungssportlern auf die Sprünge.
Über 500 Ärzte, Vereinsverantwortliche und Physiotherapeuten treffen sich heute beim 4. Symposium Hochleistungssport im Berliner Olympiastadion. Die Ausrichter sind die gesetzliche Unfallversicherung für den Profisport VBG (Verwaltungs-Berufsgenossenschaft), das Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) und das Martin-Luther-Krankenhaus in Berlin. Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor des ukb: „Unser Symposium ist der Treffpunkt für alle, die für die Gesundheit der Profisportler verantwortlich sind. Da liegt es nahe, das Projekt L.EAP, das Medizin und Hochleistungssport verbindet, genau hier vorzustellen. Mit L.EAP startet heute ein zukunftsweisendes Projekt.“ L.EAP (Englisch: der Sprung, für Leistungssportspezifische Erweiterte Ambulante Physiotherapie) ist auf zwei Jahre angelegt und hat das Ziel die EAP fortzuentwickeln.
„Wir setzen neue Standards“, sagt Klaus Eder, Physiotherapeut der Deutschen Fußballnationalmannschaft, und Gründer von Eden Reha stolz. Die Erkenntnisse, die in L.EAP gewonnen werden, führen zu einheitlichen Regelungen in der Behandlung von Verletzungen im Profisport. Die EAP ist die gezielte Kombination von Physiotherapie, Massagen und medizinischer Trainingstherapie. Sie wurde von der VBG entwickelt und ist seit Mitte der 90er Jahre Standard in der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland. Die VBG – als gesetzliche Unfallversicherung für Profisportler und Kostenträger bei Verletzungen – hat 2007 fünf Top-Rehazentren angesprochen, um im Projekt L.EAP neue Methoden zu integrieren und neue Standards festzusetzen.
Wird z.B. die Osteopathie bislang zur Alternativmedizin gezählt, soll nun anhand der Auswertung konkreter Praxisfälle entschieden werden, ob sie bei Verletzungen des Skelett- und Bandapparates grundsätzlich zum Einsatz kommt. Es wird überlegt, inwieweit neue Apparatetechnologie (z.B. Lasertherapie, pulsierende Magnetfelder oder Bioelektrik) indikationsbezogen in die Anwendungen aufgenommen werden. Des Weiteren, ob biomechanische Messsysteme zur Objektivierung und Dokumentation des Behandlungserfolges als notwendige Standards zu integrieren sind.
Die Strukturen im Hochleistungssport begünstigen optimale Rehabilitationsverläufe und sind als Modell für Reha-Prozesse auch außerhalb des Sports geeignet. Der Körper eines Profisportlers – quasi sein Arbeitsgerät – ist ein jahrelang hochtrainiertes komplexes Bewegungssystem. Eckehard Froese, Leiter Rehabilitation der gesetzlichen Unfallversicherung für den Profisport, VBG: „Das ist vergleichbar mit der Formel 1. Es werden Erkenntnisse und Methoden entwickelt, die später einmal in die Serienproduktion gehen“. Gerade bei Profisportlern gilt: Der Trainingszustand muss während der EAP weitestgehend erhalten bleiben. Bei einer Schulterverletzung wird deshalb nicht nur Schulter-Reha angeboten, sondern Ausdauer, Belastbarkeit und Kraft des gesamten Bewegungsapparates werden trainiert.Reinhard Gebel vom ambulanten Rehabilitationszentrum Sporeg erklärt, wie L.EAP funktioniert: „Mit L.EAP heben wir die EAP auf das nächste Level. Alternative und neue Therapien werden in der Praxis auf Herz und Nieren geprüft.“ Das L.EAP-Projekt dokumentiert, wertet aus und die Ergebnisse münden in Therapiestandards, die letztendlich allen gesetzlich Unfallversicherten zugute kommen.
Die VBG-Statistiken zum Profisport stehen unter www.vbg.de/presse zum Download zur Verfügung. Pressekontakt: VBG Unfallkrankenhaus Berlin
Die VBG ist eine gesetzliche Unfallversicherung mit etwa 28 Mio. Versicherungsverhältnissen in der Bundesrepublik. Versicherte der VBG sind Arbeitnehmer, freiwillig versicherte Unternehmer, Patienten in stationärer Behandlung und Rehabilitanden, Lernende in berufsbildenden Einrichtungen und bürgerschaftlich Engagierte. Zu den über 570.000 Mitgliedsunternehmen zählen Dienstleistungsunternehmen aus über 100 Branchen, wie z.B. Banken und Versicherungen, Zeitarbeitsunternehmen, Unternehmen der IT-Branche sowie Sportvereine.
Weitere Informationen zur VBG finden Sie unter www.vbg.de
Daniela Dalhoff
PR-Referentin
22281 Hamburg
Tel.: 040 5146-2525
Fax: 040 5146-2255
daniela.dalhoff@vbg.de
Telefon: 030 5681-4042
presse@ukb.de
Berlin, den 21. November 2007
Kooperationsvertrag zwischen dem Unfallkrankenhaus Berlin und dem Rehabilitationszentrum Peking unterzeichnet
Am 16.11.2007 unterzeichneten Prof. Dr. Axel Ekkernkamp und Dr. Li Jianjun einen Kooperationsvertrag zwischen dem Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) und dem China Rehabilitation Research Center (CRRC) in Peking. „In beiden Fällen handelt es sich um Krankenhäuser, die sich der Rehabilitation und der Forschung verschrieben haben; in beiden Fällen handelt es sich um anerkannte Krankenhäuser der Hauptstadt des jeweiligen Landes,“ so ukb-Geschäftsführer Ekkernkamp in seinen Grußworten, die er auch im Namen von Co-Geschäftsführer Prof. Dr. Ernst Haider überbrachte. Die Vereinbarung sieht den regelmäßigen Austausch von Ärzten sowie von medizinischer Fachexpertise vor, insbesondere in jenen Gebieten, die für das ukb von besonderem Interesse sind: neurologische Frührehabilitation und traditionelle chinesische Medizin.
Dr. Joachim Breuer (DGUV) bezeichnete die Vertragsunterzeichnung als „neuen Stein im Mosaik der sich erweiternden Kooperationsfelder der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung mit der Volksrepublik China.“ Die DGUV hatte bereits im Februar 2006 eine enge Zusammenarbeit mit dem Trägerverband des CRRC, der „China Disabled Persons Federation“ (CDPF), vereinbart. CDPF-Präsidentin Tang Xiaoquan, die an der Unterzeichnungszeremonie ebenfalls teilnahm, berichtete von dem großen Interesse, das die enge Zusammenarbeit des CDPF mit der DGUV inzwischen auch bei Chinas Premierminister Wen Jiabao gefunden habe. Als nächste Schritte dieser Zusammenarbeit vereinbarten Dr. Breuer und Frau Tang gemeinsame Veranstaltungen zur Förderung beruflicher Rehabilitationsmaßnahmen (Disability Management) in China.



Berlin, den 09.11.2007
10 Jahre Cochlea-Implant-Programm am Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) - Festveranstaltung zur Entwicklung moderner Hörprothesen
Presseeinladung
Im Jubiläumsjahr des Unfallkrankenhauses Berlin (ukb) feiert auch das Cochlea-Implant-Programm an der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des ukb zusammen mit der Deutschen Cochlea-Implant-Gesellschaft zehnjähriges Bestehen. Aus Anlass dieses doppelten Jubiläums findet am 10. November 2007 ein Symposium zum Thema Cochlea Implant mit Vorträgen zur Geschichte und zur technologisch-chirurgischen Entwicklung der Implantationsmethoden im Hörsaal des historischen Kesselhauses im ukb statt.
Der Begriff Cochlea-Implantat (CI) bezeichnet Hörprothesen und Hörimplantat-Einsätze für Schwerhörige und Taube bzw. Ertaubte, deren Hörnerv noch funktioniert. Bei einer CI-Operation wird eine Elektrode, die die Hörreize übermittelt, in die Hörschnecke eingeführt. Weltweit nutzen etwa 120.000 Menschen ein Cochlea-Implantat. Sowohl Kindern als auch Erwachsenen ermöglicht diese moderne Hörprothese oft erst die aktive Teilnahme am Leben. Eine Versorgung mit einem solchen Implantat ist meistens dann ratsam, wenn trotz des Einsatzes bester Hörgeräte kein ausreichendes Sprachverstehen mehr erzielt werden kann.
Das ukb führt einen Großteil der in der Region Berlin/Brandenburg erforderlichen CI-Eingriffe durch. Als einziger Vollversorger der Region bietet das ukb vom knochenverankerten Hörgerät über implantierbare Hörgeräte und CI bis hin zum Hirnstamm-Implantat alle Varianten von Hörimplantaten. Die Rehabilitation von Menschen, die nach der Versorgung mit einer Hörprothese wieder hören können, wird für die Region Berlin/Brandenburg äußerst erfolgreich in einem länderübergreifenden Projekt zwischen dem ukb und dem Hörtherapiezentrum Potsdam (www.htz-potsdam.de) gewährleistet.
Die Bandbreite der Vorträge, die unter dem Motto „10 Jahre CI im ukb" präsentiert werden, reicht von „25 Jahre CI in Deutschland - eine Erfolgsgeschichte mit Zukunft" über „Elternzufriedenheit nach CI-Versorgung" bis hin zu „Bilaterale CI-Versorgung heute". Neben der fachlichen Präsentation stehen Spiele für Kinder und eine Diskussion am Runden Tisch auf dem Programm der von Klinikdirektor Professor Arneborg Ernst initiierten Festveranstaltung. Katrin Lompscher, Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Berlin, wird die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen.
Wir würden uns freuen, Sie am 10. November ab 10 Uhr auf unserer Festveranstaltung im Hörsaal des historischen Kesselhauses im ukb begrüßen zu dürfen.
Telefon: +49-(0)30-5681-4042
presse@ukb.de
Berlin, den 25.10.2007
Vernissage im Unfallkrankenhaus Berlin –
Presseeinladung zur Ausstellung „Urbane Träume“
Das Unfallkrankenhaus Berlin und der Förderverein zur Ausgestaltung von Kunst und Kultur im Unfallkrankenhaus laden für den 29. Oktober um 19 Uhr zur Vernissage von Susanne Piotter und Martin Schmitz in die Magistrale des ukb ein.
Rund zwei Monate werden „Urbane Träume“ – so der Titel der Ausstellung - im ukb zu sehen sein. Susanne Piotter zeigt Siebdrucke und mit Linolschnitten kombinierte Photographien, in denen menschliche Zivilisation nur in Form baulicher Hinterlassenschaften aufscheint.
Martin Schmitz ist mit farbigen Holzreliefs vertreten - verfremdete „Fundstücke“, die in kindlich verspielter oder subversiver Manier eigenwillige Bildgeschichten erzählen.
Die Vernissage wird von Professor Dr. Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des ukb, eröffnet. Anschließend wird Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Diederichs, Vorsitzender des Fördervereins zur Ausgestaltung von Kunst und Kultur im Unfallkrankenhaus, die Künstler vorstellen. Der Saxophonist Jan Semmler sorgt für das musikalische Rahmenprogramm.
Die Künstler Susanne Piotter und Martin Schmitz stehen gerne für Fragen zur Verfügung.Die Exponate können im Rahmen der Ausstellung käuflich erworben werden.
Wir würden uns freuen, Sie ab 19 Uhr in der Magistrale des ukb begrüßen zu dürfen.
Berlin, den 24.10.2007
Sonntagsvorlesung am 28. Oktober 2007 im Historischen Kesselhaus des ukb
Schlaganfall
Dr. med. Stephan Kinze, Facharzt für Neurologie, ukb
Durchblutungsstörungen des Gehirns sind in Deutschland häufig Ursache für eine Behinderung, Pflegebedarf und den Tod. Mit dem steigenden Lebensalter der Bevölkerung steigt auch die Zahl der Betroffenen.
Dr. med. Stephan Kinze erläutert in seiner Vorlesung, dass die moderne Medizin das Behandlungsergebnis nach einem Schlaganfall verbessert. Der Referent zeigt die aktuellen Möglichkeiten der unmittelbaren Behandlung im Krankenhaus sowie die Möglichkeiten zur Rehabilitation und Vorbeugung dieser Notfälle auf. Er wird einen Ausblick geben auf die neusten Entwicklungen auf dem Gebiet der Behandlung des Schlaganfalls.
Zum Abschluss seiner Vorlesung gibt Herr Dr. med. Stephan Kinze Tipps für den Alltag, um einen Schlaganfall möglichst zu verhindern.
Zur Beantwortung Ihrer Fragen steht der Referent gerne zur Verfügung.
Zur kostenfreien Sonntagsvorlesung sind Sie herzlich eingeladen:
Sonntag, 28. Oktober 2007
10.30-11.30 Uhr
Hörsaal im historischen Kesselhaus
Unfallkrankenhaus Berlin
Warener Str. 7
12683 Berlin
Berlin, den 12.10.2007
1. Qualitätssymposium ‚Expertenziel Patientennutzen!’ im ukb –
„Wir müssen die Patienten beteiligen und einbinden.“
Experten aus dem Gesundheitswesen, dem Qualitätsmanagement, der Krankenhausverwaltung und der Forschung treffen heute am Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) zum 1. Qualitätssymposium „Expertenziel Patientennutzen“ zusammen. Im Zentrum der Vorträge und Diskussionen steht die Frage, welche Anforderungen Patienten an medizinische Versorgung und Pflege im Krankenhaus stellen.
Das ukb hat sich sehr bewusst für das Thema „Patientennutzen“ als Diskussionsgegenstand des 1. Qualitätssymposiums entschieden, denn unser Haus setzt höchste Standards, wenn es darum geht, dem Patienten zu nutzen und in besonderem Maße zu seiner Gesundung beizutragen. Ein Beleg für diese starke Patientenorientierung ist ein seit mehreren Jahren durchgeführtes Kommunikationstraining für alle Mitarbeiter des medizinischen und pflegerischen Bereichs und der intensive Einsatz eines Schulungsfilmes, der adäquates Verhalten gegenüber Patienten thematisiert.
Auch die im September dieses Jahres anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des ukb veröffentlichte Publikation „LEBEN EBEN“ mit zehn Porträts von Menschen, deren Lebens- und Krankengeschichte eng mit dem ukb verknüpft ist, dokumentiert diese starke Orientierung am Patientennutzen.
Am Rande des 1. Qualitätssymposiums „Expertenziel Patientennutzen“ beantwortete Karin Stötzner, Patientenbeauftragte für Berlin, und eine der Referentinnen der Veranstaltung, Fragen zu Mängeln und Möglichkeiten der Erforschung von Patientenerwartungen und Patientennutzen.
In Ihrem Vortrag äußerten Sie die Vermutung, dass die gegenwärtige Diskussion zur Patientenorientierung zwar viele Informationen zur Verfügung stellt, dass dieses Wissen allerdings von den Patienten kaum zur Kenntnis genommen werden kann. Warum handelt es sich so oft um einen, wie Sie sagten, „Diskurs unter Fachleuten für Fachleute“?
Karin Stötzner: „Die Indikatoren, mit denen bisher Ergebnisqualität dargestellt wird, sind viel zu stark vom Fachchinesisch bestimmt und sie entsprechen aus mehreren Gründen noch nicht den Informationsbedürfnissen von Patienten. Erstens weil die Daten der medizinisch-wissenschaftlichen Vergleichsmessung notgedrungen sehr abstrakt sind und sie noch selten einzelnen Krankenhäusern für Vergleiche zugeordnet werden können. Außerdem fehlt es an Informationen über die Aspekte, die die Patienten viel mehr nachfragen: so genannte ‚weiche Faktoren’, mit denen der Versorgungsalltag abgebildet werden kann. Diese sind allerdings auch schwer zu definieren oder gar zu messen.“
Wie kann man die Aspekte erforschen und erfragen, die für einen Patienten wirklich wichtig sind?
Karin Stötzner: „Jenseits bisher angewandter Indikatoren und Messmethoden (z.B. im Verfahren der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung) wird man Instrumente entwickeln müssen, die auch die subjektive Sicht der Dinge mehr in den Blick nehmen und die gleichzeitig qualitative Aspekte durch unmittelbare Patientenbefragungen miterfassen.
Es geht also um Methoden zur Erhebung medizinischer Ergebnisse, die auf Aussagen der Patienten beruhen und deren besondere Bewertungskriterien aufnehmen: Wiedererlangung der Beweglichkeit, Lebensqualität, gewonnene Lebenszeit, Berücksichtigung von persönlichen Bedürfnissen, menschenwürdige Pflege, Respekt vor dem Individuum im Behandlungsprozess. Das nennt man Neu-Deutsch ‚patient-reported outcomes’ “.
Gibt es bereits Ansätze für ein verändertes methodisches Vorgehen, das die Erwartungen von Patienten besser erfasst?
Karin Stötzner: „Der Klinikführer Rhein-Ruhr und der Klinikvergleich des Tagesspiegel haben schon Daten aus Patientenbefragungen eingebunden. Die Herausforderung liegt darin, dass man konkrete Befragungsinstrumente methodisch so absichern kann, wie das bei den medizinischen Indikatoren oder Instrumenten der externen Qualitätssicherung bisher schon der Fall ist. Dazu müssen wir vor allem auch die Patienten beteiligen und einbinden – und zwar schon dann, wenn die Befragungsinstrumente und Analysemethoden entwickelt werden.“
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Unfallkrankenhaus Berlin
Telefon: +49-(0)30-5681-4042
Karin Stötzner
Patientenbeauftragte für Berlin
Patientenvertreterin im Gemeinsamen Bundesausschuss
Tel.: +49-(0)30-9025-2010 oder
Tel.: +49-(0)30-8902-8537
patientenbeauftragte@senguv.verwalt-berlin.de
Berlin, den 02.10.2007
Dem Patienten nützen - 1. Qualitätssymposium "Expertenziel Patientennutzen!" am 12. Oktober 2007 im Unfallkrankenhaus Berlin
Die Versorgung in Krankenhäusern wird vor allem danach beurteilt, ob sie dem Patienten nützt und in welchem Maße sie zu seiner Gesundung beiträgt. Doch während diese Fragestellung normalerweise aus Sicht der Akteure betrachtet wird, stehen beim 1. Qualitätssymposium im Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) unter dem Titel „Expertenziel Patientennutzen“ die Erwartungen und Anforderungen von Patienten an die Qualität der Krankenhausversorgung im Mittelpunkt.
Die Veranstaltung, die im Rahmen des 10jährigen Bestehens des Unfallkrankenhauses Berlin stattfindet, beleuchtet die Methoden und Möglichkeiten eines patientenorientierten Qualitätsmanagements aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Von den „Erwartungen von Patienten an Qualität und Transparenz der Krankenhäuser“ über die Auswertung von Ergebnissen systematischer Patientenbefragungen bis hin zur „Begleitenden Seelsorge“ erstrecken sich die Vortragsthemen.
Der Facettenreichtum des Themas „Patientennutzen“ zeigt sich auch darin, dass sowohl Vertreter aus dem Gesundheitswesen wie auch Qualitätsmanager und Soziologen mit Fachvorträgen zu einem kreativen Dialog beitragen.
Zusätzlich zum ausgewiesenen Programm konnte Herrn Ingo Bach vom Tagesspiegel für das Symposium gewonnen werden. Herr Bach wird die Arbeit am Berliner „Klinikführer 2007“ vorstellen.
Das 1. Qualitätssymposium „Expertenziel Patientennutzen“ findet am 12. Oktober 2007 im Hörsaal des Historischen Kesselhauses des Unfallkrankenhauses Berlin (ukb) ab 9.00 Uhr statt.
Berlin, den 27.09.2007
Überreichung von Medizinischen Checkup-Schecks an Botschafter der Volksrepublik China in Deutschland
Medizinische Checkup-Schecks überreichten Dr. Joachim Breuer und Prof. Dr. Axel Ekkernkamp dem Botschafter der Volksrepublik China in Deutschland, Herrn Ma Canrong.
Mit den von DGUV, zusammen mit der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft und dem Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) ausgestellten „Schecks“ für insgesamt 23 medizinische Checkups reagierte Dr. Joachim Breuer auf die Bitte des chinesischen Botschafters, zusammen mit seinem Führungsstab das ukb in Berlin-Marzahn und seinen „international bekannten hohen medizinischen Standard“ einmal persönlich kennen zu lernen. Warum also nur als Betrachter und nicht auch gleich als Nutzer einiger medizinischer Dienstleistungen?
Schließlich ist das ukb nicht nur erfahren im Umgang mit Patienten aus dem Reich der Mitte, sondern auch mit der chinesischen Medizin: Im kommenden November wird die Berliner Klinik einen Kooperationsvertrag mit der chinesischen Flaggschiff-Einrichtung im Bereich der medizinischen Rehabilitation unterzeichnen, der CRRC-Rehabilitationsklinik in Peking.
Berlin, den 21.09. 2007
Lückenlose Bild-Dokumentation operativer Eingriffe -
Unfallkrankenhaus Berlin präsentiert "OP der Zukunft"
Mit dem „OP der Zukunft“ wurde heute am Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) eine Innovation im Bereich der Operations- und Medizintechnik vorgestellt.
Im Rahmen einer Live-Schaltung in den Operationssaal konnten sich zahlreiche Medienvertreter „ein Bild davon machen“, was diese technische Neuerung von anderen Operationsverfahren unterscheidet. Der neue High-Tech-OP unterstützt den Operateur nicht nur mittels Verfahrenstechniken wie Navigation und digitaler Steuerung, er bietet mit der Echtzeit-Bildgebung auch ein einzigartiges Kontroll- und Dokumentationsinstrument.
Im Anschluss an eine kurze technische Beschreibung des „OP der Zukunft“ durch Professor Dr. med. Walter Schaffartzik, den Ärztlichen Leiter des Unfallkrankenhaus Berlin, erläuterte Professor Dr. Wolfgang Friesdorf vom Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft & Produktergonomie der TU Berlin, wie die neuartige Technik eine Risikominderung durch Schnittstellenverbesserung bewirken kann.
Anhand einer Live-Schaltung in den im Unfallkrankenhaus Berlin eingerichteten „OP der Zukunft“ zeigte Dr. med. Michael Wich, Unfallchirurg im ukb und medizinischer Initiator des „OP der Zukunft“, welche vielfältigen Verbesserungen sich durch die bald einsetzbaren Techniken im Arbeitsalltag von Operateuren realisieren lassen.
Die während der Operation aufgezeichneten Fotos und Videos dokumentieren die vorgenommenen Eingriffe lückenlos, und sie können zudem für Lehrzwecke und in der medizinischen Weiterbildung genutzt werden. Möglichkeiten für das digitale Röntgen und für ein Videokonferenzsystem sind ebenfalls in den neuartigen Operationssaal integriert.
Ulf Fink, Vorsitzender des Vereins Gesundheitsstadt Berlin e.V., stellte in seinen Ausführungen heraus, wie die Patienten von derartigen Neuerungen profitieren werden. „Dieser High-Tech-OP hilft den Menschen ganz unmittelbar; und der Standort Berlin wird ebenfalls davon profitieren“, so Fink.
„Damit der Einsatz des ‚OP der Zukunft’ für den Klinikalltag realisiert werden kann, ist eine fundierte wissenschaftliche Begleitung dieser technischen Innovation unabdingbar“, sagte Professor Dr. med. Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor des Unfallkrankenhauses Berlin.
Diese Aufgabe werde von einer Projektgruppe der gewerblichen Berufsgenossenschaften, in dessen Trägerschaft sich das ukb befindet, wahrgenommen.
Der „OP der Zukunft“ wurde von der Firma Stryker, einem Unternehmen für Medizinprodukte und medizinische Dienstleistungen, entwickelt. Es gehört zur sogenannten „i-Suite“-Produktgruppe, einer Familie integrierter Operationssäle, die für die spezifischen Ansprüche der extrem vielschichtigen chirurgischen Disziplinen.entwickelt wurden. Außerdem sollen die „i-Suite“-Produkte dabei helfen, die Effizienz des Operationssaales durch verbesserte Ergonomie und Integration zu steigern.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Unfallkrankenhaus Berlin
Tel: 030/56 81 40 42
E-Mail:presse@ukb.de
Berlin, den 21.06. 2007
Sonntagsvorlesung am 24. Juni 2007 im Historischen Kesselhaus des ukb
Aufbau der weiblichen Brust nach Brustkrebs
Privatdozent Dr. med. Markus Küntscher,
Stellvertretender Chefarzt im Zentrum für Schwerbrandverletzte mit Plastischer Chirurgie, ukb
Heutzutage bedeutet die Diagnose Brustkrebs bei Frauen nicht mehr immer den Verlust der Brust. Ca. 75-80 % der Frauen können zunächst brusterhaltend operiert werden. Dennoch ist im Verlauf der Erkrankung auch über Jahre gesehen bei 20-35% eine Amputation der Brust erforderlich.
Privatdozent Dr. med. Markus Küntscher erläutert in seiner Vorlesung verschiedene Verfahren zur Wiederherstellung der verlorenen Brust. Überwiegend erfolgt die Rekonstruktion einer weiblichen Brust mit Silikonimplantaten, Muskelplastiken vom Rücken oder Haut-Fettgewebsplastiken vom Unterbauch. Letztere Methoden liefern das schönste und dauerhafteste Ergebnis.
Diese Haut-Fettgewebsplastiken erfordern mikrochirurgische Techniken und den Einsatz eines OP-Mikroskops. Sie werden in der Regel von Plastischen Chirurgen durchgeführt. Dies erfordert eine Kooperation zwischen Brustzentren, in denen der Brustkrebs behandelt wird, und Plastischer Chirurgie.
Der Referent berichtet am Sonntag über die gute Kooperation des Zentrums für Schwerbrandverletzte mit Plastischer Chirurgie im ukb mit dem Brustzentrum im Sana Klinikum Lichtenberg unter der Leitung von Frau Dr. Jutta Krocker und mit Frau Dr. Ruhmland aus Biesdorf (niedergelassene Gynäkologin mit onkologischem Schwerpunkt).
Im Anschluss an seine Vorlesung steht Herr PD Dr. med. Markus Küntscher gerne zur Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung.
Zur kostenfreien Sonntagsvorlesung sind Sie herzlich eingeladen:
Sonntag, 24. Juni2007
10.30 - 11.30 Uhr
Hörsaal im historischen Kesselhaus
Unfallkrankenhaus Berlin
Warener Str. 7
12683 Berlin
Berlin, den 05. Juni 2007
Axel Ekkernkamp ausgezeichnet
Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler hat den Mediziner Axel Ekkernkamp (49) mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet.Mit einer der höchsten deutschen Auszeichnung des Bundespräsidenten werden die vielseitigen Verdienste des renommierten Unfallchirurgen, Wissenschaftlers und Universitätsprofessors gewürdigt. Die feierliche Verleihung erfolgt am 11. Juni 2007 um 17.00 Uhr durch den Bundesratspräsidenten und Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Herrn Dr. Harald Ringstorff, in Schwerin.
2001 wurde Ekkernkamp durch Köhlers Vorgänger, Bundespräsident Johannes Rau, das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen, am 21. Mai 2007 wurde er Ehrendoktor der Universität Pjöngjang/Korea.
Der gebürtige Bielefelder leitet als Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer das Unfallkrankenhauses Berlin (ukb). Er war wesentlich an dem Aufbau und der Inbetriebnahme des Krankenhauses beteiligt. 1999 wurde er auf den Erwin-Payr-Lehrstuhl für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Universität Greifswald berufen, eine Stiftungsprofessur der Berufsgenossenschaften.
Ekkernkamp ist seit 1975 CDU-Mitglied; 2003 gehörte er auf Einladung von Frau Dr. Angela Merkel der Herzog-Kommission an. Seit 2005 ist er Stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Berlin.
Prof. Ekkernkamp ist seit 2001 Wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Ärzteforums im Rahmen des Hauptstadtkongresses. Er engagiert sich besonders in dem Thema Gesundheitswirtschaft, gehört dem Präsidium des `Clubs der Deutschen Gesundheitswirtschaft` an und ist Mitherausgeber der Zeitschrift kma.
Axel Ekkernkamp wurde am 17. August 1957 in Bielefeld geboren, studierte Human- und Zahnmedizin in Münster/Westfalen und in Bern/Schweiz. Vor seinem Wechsel 1997 ins Unfallkrankenhaus Berlin arbeitete er unter anderem im Bundeswehrkrankenhaus Osnabrück, an der BG-Klinik Bergmannsheil und am St. Josef-Hospital in Bochum sowie an der Universitätsklinik für Orthopädische Chirurgie Bern. 1993 nahm der Unfallchirurg an der ersten Auslandsmission der Deutschen Bundeswehr UNTAC in Kambodscha teil. Seit 1997 gehört Prof. Ekkernkamp dem Geschäftsführenden Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e. V. (DGU) an. Er ist Vizepräsident der Gesellschaft und wird die DGU ab 2008 als Präsident führen. (www.dgu-online.de)
Berlin, den 18. April 2007
Sonntagsvorlesung am 22. April 2007 im historischen Kesselhaus des ukb
Herzschwäche – woher sie kommt und was man dagegen tun kann:
Dr. med. Steffen Sonntag
Arzt der Klinik für Innere Medizin, ukb
Herzschwäche ist eine der häufigsten Erkrankungen älterer Menschen. Ungefähr jeder Zehnte der über 65-jährigen Deutschen ist an einer Herzschwäche erkrankt.
Eine Herzschwäche schränkt das alltägliche Leben des Betroffenen erheblich ein. Nicht nur die körperliche Belastbarkeit, sondern auch geistige Fähigkeiten und emotionales Erleben sind in der Regel stark beeinträchtigt.
2002 wurden in Deutschland 2,7 Milliarden Euro für die Behandlung herzschwacher Patienten aufgebracht. Diese Aufwendungen stellen bereits heute eine außerordentliche Herausforderung der sozialen Sicherungssysteme dar, und in der alternden deutschen Gesellschaft werden sie zukünftig weiter steigen.
Vor diesem Hintergrund stellt Herr Dr. Steffen Sonntag Vorbeugung, Ursachen, Behandlung und Folgen der Herzschwäche dar. Im Mittelpunkt der Vorlesung stehen dabei nicht nur die modernsten Behandlungsverfahren, sondern auch neue Wege in der alltäglichen Betreuung.
Zur kostenfreien Sonntagsvorlesung sind Sie herzlich eingeladen:
Sonntag, 22. April 2007
10.30-11.30 Uhr
Hörsaal im historischen Kesselhaus
Unfallkrankenhaus Berlin
Warener Str. 7
12683 Berlin
Berlin, den 22. März 2007
Einladung zum Pressegespräch im Gästehaus des ukb
Neben der medizinischen Versorgung setzt das Unfallkrankenhaus Berlin künftig auch bei Patientenservices Maßstäbe. Am 30. März 2007 weiht das berufsgenossenschaftliche Krankenhaus ein eigenes Gästehaus für ambulante Patienten, Angehörige von stationären Patienten, Kongressteilnehmer und Besucher ein.Bereits seit Februar diesen Jahres bietet das ukb auf vier Stationen einen Service, der zu einer neuen Qualität bei der Patientenbetreuung führt. Gleichzeitig spart dies Dank einer Verbesserung der Abläufe Kosten ein.
Zur Vorstellung dieses neuen Lösungsansatzes (mit Pilotcharakter im Land Berlin) laden das ukb und die ahr Service GmbH & Co. KG zu einem Pressegespräch
am 30. März 2007 um 10.00 Uhr
Unfallkrankenhaus Berlin
Gästehaus (neben dem Haus 5/Neurologie)
Warener Straße 7
12683 Berlin
(Parkplätze stehen zur Verfügung, bitte beim Pförtner melden)
ein.
Hier informieren Sie der Ärztliche Leiter des ukb, Prof. Dr. med. Walter Schaffartzik, sowie Franz-Josef Richter, Prokurist der ahr Service GmbH & Co. KG und Geschäftsführer der Abbakus GmbH, die das Gästehaus betreibt, über Hintergrund, Umsetzung und Ziele des neuen Konzeptes der Serviceleistungen im Unfallkrankenhaus Berlin.
Ein wesentlicher Nutzer des Gästehauses ist das "Berliner Zentrum für Handrehabilitation im ukb". Genaue Informationen dazu erhalten Sie am Freitag vom Chefarzt Dr. med. Andreas Eisenschenk.
Anschließend wird es ein Eröffnungs-Empfang geben, zu dem Sie ebenso herzlich eingeladen sind. Danach haben Sie die Möglichkeit, das Gästehaus zu besichtigen und sich bei einem Stationsbesuch selbst ein Bild von dem Servicekonzept zu machen.
Berlin, den 16. März 2007
Sonntagsvorlesung am 18. März 2007 im Historischen Kesselhaus des ukb
Neue Therapiemöglichkeiten bei Knochen- und Weichteilinfektionen:
Priv.-Doz. Dr. med. Julia Seifert
Oberärztin der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie im ukb
Eine Geißel der Menschheit: Infektionen von Knochen und Weichteilen sind hartnäckig, werden häufig zu spät erkannt und sind schwierig zu therapieren. Eine Heilung ist allerdings möglich.
Frau Priv.-Doz. Dr. med. Julia Seifert erläutert in ihrer Vorlesung, warum es zu Infektionen kommen kann und erklärt dabei verschiedene Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten sowie Möglichkeiten der plastischen Rekonstruktion bei Knochen- und Weichteilinfektionen.
Die Referentin berichtet über die medizinhistorische Entwicklung der Infektionslehre und Antisepsis, die u. a. von den Berliner Wissenschaftlern Robert Koch und Paul Ehrlich vorangetrieben wurde.
Im Anschluss an den Vortrag steht Frau Priv.-Doz. Dr. med. Seifert zur Beantwortung Ihrer Fragen gerne zur Verfügung.
Zur kostenfreien Sonntagsvorlesung sind Sie herzlich eingeladen:
Sonntag, 18. März 2007
10.30-11.30 Uhr
Hörsaal im historischen Kesselhaus
Unfallkrankenhaus Berlin
Warener Str. 7
12683 Berlin
Berlin, den 01. März 2007
Sonntagsvorlesung am 04. März 2007 im historischen Kesselhaus des ukb
Nichts geht mehr? - Abführmittel richtig anwenden:
Dr. rer. nat. Jörg Brüggmann
Leiter der Zentralapotheke,ukb
Gerade im Winter, wenn die Abende länger und die Mahlzeiten üppiger werden, bekommt manch einer Probleme mit seiner Verdauung. Es gluckert im Magen und drückt im Darm. Wenn es mit der Verdauung nicht klappt, leidet das Wohlbefinden. Oft sind Blähungen oder Verstopfung die Folge ungeeigneten Essverhaltens.Erste Abhilfe schaffen in der Regel Abführmittel. Sie gehören zu den am häufigsten nachgefragten freiverkäuflichen Arzneimitteln. Abführmittel oder Laxantien sind hochwirksame Medikamente, die zu einer Darmentleerung führen. Sie erreichen dies, indem sie den Darminhalt vergrößern und so die Eigenbewegung des Darms fördern. Das kann auf unterschiedliche Weise geschehen.
Herr Dr. Brüggmann erklärt in seinem Vortrag verschiedene Präparate anhand ihrer unterschiedlichen Wirkungsweisen. Dabei werden sowohl pflanzliche als auch synthetische Wirkstoffe angesprochen.
Aufgrund möglicher Nebenwirkungen beim Dauergebrauch von Abführmitteln ist die indikationsgerechte Anwendung von großer Bedeutung. In diesem Zusammenhang erklärt der Referent die wesentlichen Einsatzgebiete.
Im Anschluss an seinen Vortrag steht Herr Dr. Brüggmann zur Beantwortung Ihrer Fragen gerne zur Verfügung.
Zur kostenfreien Sonntagsvorlesung sind Sie herzlich eingeladen:
Sonntag, 04. März 2007
10.30 - 11.30 Uhr
Hörsaal im historischen Kesselhaus
Unfallkrankenhaus Berlin
Warener Str. 7
12683 Berlin
Berlin, den 15. Februar 2007
Sonntagsvorlesung am 18. Februar 2007 im historischen Kesselhaus des ukb
Urlaub in den Bergen: Genuss ohne Risiko?
Dr. med. Arne Tischer
Stellvertretender Direktor der Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie,ukb
Grüne Wiesen, sanfte Hügel oder stattliche Berge kennzeichnen viele Ferienregionen und laden zu erholsamem Urlaub ein. Wanderungen und Mountainbiken im Sommer, Schlittenfahrten und Skialpin im Winter - Sonne gratis. Ist der Urlaub in den Bergen wirklich so einfach zu genießen?Herr Dr. med. Arne Tischer erläutert in seiner Vorlesung anhand von Forschungsergebnissen und den Richtlinien der Internationalen Gesellschaft für Berg- und Expeditionsmedizin, was bei einem Aufenthalt und Aktivitäten in der Höhe hinsichtlich des Gesundheitszustandes, Schutzmaßnahmen und Vorbereitung berücksichtigt werden sollte. Er erklärt, wie die lebensbedrohliche Höhenkrankheit entsteht und wie sie verhindert werden kann.
Der Referent gibt Hinweise darauf, welche Gefahren durch die intensivere Sonneneinstrahlung, die Kälte und das geringere Sauerstoffangebot bestehen. Er gibt Tipps, damit der Urlaub in den Bergen eine wirkliche Erholung wird.
Herr Dr. med. Arne Tischer steht im Anschluss gerne für alle Nachfragen aus dem Publikum zur Verfügung.
Zur kostenfreien Sonntagsvorlesung sind Sie herzlich eingeladen:
Sonntag, 18. Februar 2007
10.30 - 11.30 Uhr
Hörsaal im historischen Kesselhaus
Unfallkrankenhaus Berlin
Warener Str. 7
12683 Berlin
Berlin, den 14. Februar 2007
Neues Verfahren bei Bandscheibenvorfällen
Im Unfallkrankenhaus Berlin in Marzahn, Warener Straße 7, wendet der Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie, Prof. Dr. med. Ullrich Meier, ein neues Gerät für die Behandlung von Bandscheibenvorfällen an. Das aus den USA stammende Verfahren mit dem Namen Dekompressor von dem Unternehmen Stryker basiert auf einer Sonde für den minimalinvasiven Eingriff. Mit ihr behandelt der Arzt die Patienten unter lokaler Anästhesie mit dem Ergebnis, dass sie sich bereits nach etwa zwei Stunden nahezu beschwerdefrei bewegen können.In Deutschland erleiden jährlich rund 800.000 Menschen einen Bandscheibenvorfall mit schmerzhaften Folgen und Behinderungen. Bisher musste der Arzt bei starken nervlichen Beeinträchtigungen sowie Schmerzen das blockierende Bandscheibengewebe operativ aufwendig entfernen. Die Anästhesie sowie der Eingriff selbst belasteten den Patienten obendrein nachhaltig. "Ab sofort können wir einen Teil der Patienten mit Bandscheibenproblemen sehr schonend und effektiv behandeln.", so Meier.
Bei diesem neuen Verfahren, das ursprünglich aus der Schmerztherapie stammt, entfernt der Arzt mit Hilfe einer dünnen Sonde und Röntgenbildern präzise und schonend etwas Bandscheibengewebe, um den Druck auf die Nerven deutlich zu reduzieren. Lediglich eine etwa zwei Millimeter große Kanülenpunktion wie bei der Blutentnahme reicht aus, um den kompletten Eingriff durchzuführen. Narben entstehen dabei nicht und die Bandscheibe bleibt funktionell erhalten. Meier: "Die Behandlung dauert etwa zwanzig Minuten und der Patient kann bereits nach zwei Stunden eine deutliche Verbesserung spüren. Geeignet ist dieses Verfahren durch seine gute Verträglichkeit somit auch für besonders junge sowie ältere Patienten." Voraussetzung sind keine knöchernen Einengungen und keine Bandscheibengewebssequester im Spinalkanal.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
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