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OP der Zukunft
Alle technischen Geräte, wie zum Beispiel ein Narkosegerät, die komplette Endoskopie-Einheit und 4 bewegliche Flachbildschirme, sind an der Decke des Raumes montiert. Es wurde viel mehr Technik integriert als vorher und trotzdem mehr Platz für den Operateur geschaffen – einer der Vorteile der kostenintensiven Umrüstungen. Damit ist eine Vereinheitlichung, bessere Übersichtlichkeit und zugleich eine Reduzierung von Fehlerquellen verbunden. Sämtliche Kabel und Schläuche verlaufen in stabilen Hebelarmen, die das OP-Personal individuell schwenken kann. Der kabelfreie Boden erhöht so auch die Sicherheit im Operationssaal; darüber hinaus erleichtert es die Reinigung des Operationssaals, wodurch sich die „Ausfallzeit" des OPs zwischen den Operationen verkürzt.
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Voraussetzung für eine derartige Verbindung von unterschiedlichen Geräten in einer zentralen Steuereinheit ist die Verlinkung mittels einer offenen Bus-Technologie. In dem, in Zusammenarbeit mit der Firma Stryker errichteten neuen Operationssaal läuft über die zentrale Steuereinheit, den sogenannten i-suite Rechner, die Steuerung der Funktionalität des Endoskopieturmes, des Operationstisches, der OP-Lampen und die Verteilung von Video-, Bild- und Audiosignalen. Eine damit verbundene Videokonferenzschaltung ermöglicht es innerhalb von wenigen Minuten dem Chirurgen im OP-Saal, seinen Chef- oder Oberarzt per Headset telefonisch zu kontaktieren. Der Angerufene kann sich dann über eine Zugangsberechtigung die aus dem OP-Saal vergeben wird, ausgehend von jedem Rechner im Krankenhaus auf die Raum- und Situskamera zu schalten. Damit ist jederzeit die allerhöchste Fachkompetenz und eine Zweitmeinung zu bestimmten intraoperativen Fragestellungen möglich. Der Hinzugerufene hat damit die gleichen Informationen als wäre er selbst im OP anwesend. Daneben ist es möglich, Bilder auch in den Hörsaal zu übertragen. „Auf diese Weise erhalten auch externe Ärztinnen und Ärzte und unsere Studierenden optimale Fortbildungsmöglichkeiten in einer chirurgischen Fachdisziplin, in der sonst immer nur ein oder zwei Personen sich etwas im Rahmen einer Operation ansehen könnten«, sagt Prof. Dr. Wich.
Als einzigartig wird auch die Anschaffung des neuen BV Pulsera mit 3D-Funktion von Philips angesehen. Die Chirurgen im ukb verfügen jetzt über ein mobiles Röntgen-System von Philips, das mit einer dreidimensionalen Funktion ausgestattet ist. Das moderne Röntgen- und Durchleuchtungssystem wird besonders zur Verlaufskontrolle komplizierter Operationen verwendet. Eine höhere OP-Qualität und somit Schonung des Patienten sind maßgebliche Vorteile, die zu dieser Investition motiviert haben.
Großes Augenmerk liegt hierbei auf der Darstellung komplexer Knochenbrüche der Gliedmaßen bereits im Operationssaal. Die rotierende Technik des Röntgen- und Durchleuchtungsgerätes ermöglicht die Aufnahme eines gebrochenen Knochens aus verschiedenen Blickrichtungen. An einer Nachbearbeitungskonsole werden die Bilder miteinander zu einem dreidimensionalen Bild verbunden. Dieses entspricht exakt dem momentanen Zustand des Knochens. Die dreidimensionale Betrachtung der Knochen auf den großen Bildschirmen ermöglicht den Medizinern eine Echtzeit-Auswertung der Bilder noch während des Eingriffs. So können weitere Behandlungsschritte viel schneller entschieden und präziser durchgeführt werden - aufwändige `Nach-Operationen` werden dadurch häufig überflüssig. Die Einsatzmöglichkeiten des BV Pulsera 3D umfassen nahezu alle medizinischen Fachrichtungen, wie z.B. Unfallchirurgische, Orthopädische und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgische Untersuchungen neurochirurgische oder Angiographie-Untersuchungen. Gerade durch diese Vielseitigkeit ist das Allround-System aus dem OP kaum noch zu entbehren.
In dem „OP der Zukunft" ist es dem Operateur weltweit erstmals möglich, die vom mobilen BV Pulsera 3D aufgenommenen Bilder auf jedem beliebigen Monitor im OP darzustellen. Dadurch kann der normalerweise notwendige Monitorwagen des BV Pulsera 3D aus dem Operationssaal verbannt werden. Prof. Dr. med. Michael Wich: „Diese Flexibilität ermöglicht es uns erstmals, diese entscheidenden Bildinformationen ergonomisch korrekt direkt am OP- Feld darzustellen. Durch den Wegfall des Monitorwagens sparen wir darüber hinaus wertvollen Platz und können die störenden Kabelwege verringern."
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| 09. September 2010 | 17:16 Uhr |
Unfallkrankenhaus Berlin
Warener Str. 7 12683 Berlin Tel. 030/5681-0 service@ukb.de
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