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Gruppenbild des Teams des Institutes für Radiologie

Institut für Radiologie

Das Institut für Radiologie arbeitet seit der Eröffnung des Unfallkrankenhauses Berlin vollständig digital. Mit Hilfe einer komplexen RIS/PACS-Installation erfolgen Bilderzeugung, Bildspeicherung und Bildverteilung im Haus filmlos. Schnittstellen zum Krankenhaus-Informations- und Kommunikations-System vervollständigen die digitale Anbindung von Patientendaten und bildgebenden Systemen.
Diese hochmodernen technischen Möglichkeiten nutzen die Mitarbeiter des Institutes, um ein breites Spektrum von diagnostischen und interventionellen radiologischen Verfahren effektiv und für den Patienten so angenehm wie möglich zum Einsatz zu bringen.
 
 

Leistungsspektrum

Konventionelles Röntgen

Die konventionelle Röntgendiagnostik unterliegt im Unfallkrankenhaus Berlin der Besonderheit der vollständigen Digitalisierung. Die exakte Bezeichnung des Verfahrens bei filmlosem Betrieb ist die digitale Projektionsradiographie. In den Röntgenkassetten befinden sich keine herkömmlichen Film-Folien-Systeme, sondern Leuchtstoffspeicherfolien, die nach Exposition mittels Laser ausgelesen werden. Die so gewonnene Information ermöglicht die Berechnung eines digitalen Röntgenbildes über verschiedene Nachverarbeitungsschritte. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Verfahren liegt in der umfangreichen Bildnachverarbeitungsmöglichkeit. Diese Technik ist insofern mit einer Senkung der Strahlenexposition verbunden, als Wiederholungsaufnahmen in der Regel nicht mehr vorkommen. Das Spektrum der Methode umfasst alle herkömmlichen Röntgenaufnahmen, wie z. B. Thorax, Skelett, Abdomen und i.v. Urogramme sowie Spezialaufnahmen, wie z. B. Orthopantomographien für den Mund-Kiefer-Gesichtschirurgischen Bereich. Da die Bildspeicherung digital erfolgt, werden nur im Ausnahmefall für die Übermittlung an weiterbehandelnde Ärzte Röntgenfilme mittels Laserprinter erstellt. Perspektivisch soll die Verwendung schneller Datenleitungen auch diesen Bildaustausch filmlos ermöglichen. Seit 2006 haben wir das erste vollständig digitale Röntgengerät ohne die zuvor beschriebenen Kassetten im Einsatz. Dieser sogenannte Digitaldiagnost ermöglicht es, das digitale Röntgenbild sofort nach Exposition in digitaler Form im Archiv zu betrachten. Dies geschieht über Flachdetektoren im Röntgentisch bzw. am Wandstativ. Auch diese Technik erzeugt qualitativ sehr hochwertige Bilder bei geringer Strahlenexposition.
 
 
Abbildung eines Computertomographen
Computertomograph

Leistungsspektrum

Computertomographie (CT)

Die Computertomographie wird im Unfallkrankenhaus mit einem 64-Zeilen-CT und einem 16-Zeilen-CT durchgeführt. Die Technologie dieser Mehrzeilenspiral-Computertomographie besteht in der Möglichkeit, bei einer Rotation von Röntgenröhre und gegenüberliegendem Detektorsystem gleichzeitig bis zu 64 Schichten aufzunehmen.
Damit können Patienten wesentlich schneller und genauer untersucht werden. Eine optimale Erfassung der Kontrastmitteldynamik und jegliche Form von Datennachrekonstruktionen zum Beispiel in Form von dreidimensionalen Datensätzen sind wichtige Vorteile der Methode. Somit wird auch die Technik der virtuellen Endoskopie und die Darstellung der Herzkranzgefäße ohne Herzkatheter verfügbar.
Eine Besonderheit im ukb besteht der in der Anordnung des 64-Zeilen-Gerätes unmittelbar neben dem Schockraum. Es werden neben geplanter Diagnostik für stationäre Patienten schwerpunktmäßig Unfallverletzte optimal bildgebend untersucht. Das konsequent praktizierte Konzept besteht in einer primären Diagnostik von polytraumatisierten Patienten mittels Mehrzeilenspiral-CT ohne zusätzliche Röntgendiagnostik im Bereich von Kopf, Wirbelsäule, Thorax, Abdomen und Becken. Der 16-Zeilen-Spiralcomputertomograph wird schwerpunktmäßig für interventionelle Eingriffe verwendet. CT-gestützte Punktionen in allen Körperregionen bei dem Verdacht auf bösartige Neubildungen, Symphatikolysen, Plexusblockaden, periradikuläre Infiltrationen, Facettenblockaden, Discographien, Nucleoplastien und Vertebroplastien werden unter optimalen technischen und räumlichen Bedingungen durchgeführt.
 
 
Abbildung eines Magnetresonanztomographen
Magnetresonanztomograph

Leistungsspektrum

Magnetresonanztomographie (MRT)

Unser Kernspintomograph mit einer Feldstärke von 1,5 Tesla ermöglicht alle modernen Optionen dieses bildgebenden Verfahrens ohne Exposition mit Röntgenstrahlung. Einen Schwerpunkt bilden Erkrankungen des muskuloskelettalen Systems einschließlich MR-arthrographischer Untersuchungen. Einen anderen Schwerpunkt bildet die Diagnostik von Herz und Gefäßerkrankungen. In enger Kooperation des Instituts für Radiologie und den Kardiologen unserer Klinik für Innere Medizin gelingt eine nichtinvasive Diagnostik des Herzens mit allen derzeit verfügbaren Möglichkeiten: Narbenimaging, Streßperfusionsuntersuchungen, Blutfluss- und Shuntmessungen sowie die gesamte Volumetrie und morphologische Abbildung von Herzfehlern. Mit Hilfe der MR-Angiographie sind im ukb nahezu alle Darstellungen von hirnversorgenden Arterien, Becken-Bein-Arterien und den großen Eingeweidearterien ohne invasive Kathetertechnik ausschließlich im MRT möglich.

Weiterhin ergibt sich aus der engen Kooperation mit den Fachdisziplinen Neurologie, Neurochirurgie, HNO und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie eine umfangreiche neuroradiologische Untersuchungspalette einschließlich MR-angiographischer Untersuchungen.
 
 
Während einer Angiographie: Arzt und Assistentin beobachten die Untersuchung am Monitor
Angiographie

Leistungsspektrum

Angiographie, Ultraschall, Digitale Durchleuchtung

Die digitale Subtraktionsangiographieanlage mit entsprechenden Nachverarbeitungs­konsolen wird für die gesamte Palette interventionell-radiologischer Diagnostik und Therapie genutzt.
Neben diagnostischen Angiographien aller Gefäßregionen sind Schwerpunkt der Tätigkeit:

  • Behandlung intrakranieller Aneurysmen als Ursache einer Subarachnoidalblutung mittels GDC-Elektrocoils
  • Selektive intraarterielle Lysebehandlungen von intrakraniellen Durchblutungsstörungen (zum Beispiel Basilarislyse), 
  • Stentimplantationen im Bereich der A. carotis interna mit Filterprotektion
  • Chemoembolisation bösartiger Neubildungen der Leber
  • Ballonangioplastien der peripheren Gefäße, der Nierenarterien, subaortaler Gefäße und von Dialyseshunts, ggf. einschließlich Stentimplantation
  • Embolisation von Blutgefäßen bei arteriellen Blutungen von verunfallten Patienten und bei tumorbedingten Blutungen 

Die Ultraschalldiagnostik erfolgt mit einem modernen Farbdoppler-Gerät für das gesamte Spektrum der B-Bild-Diagnostik in Abdomen, Retroperitoneum und Halsweichteilen. Dopplersonographisch werden periphere Arterien und Venen untersucht, die extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße und im abdominellen Bereich insbesondere das Portalsystem und Nierenarterien. Im interventionellen Bereich werden ultraschallgestützte Punktionen durchgeführt. Außerdem dient der Ultraschall als Steuerverfahren für kombinierte interventionelle Eingriffe, beispielsweise die Punktion der erweiterten Gallenwege bei perkutan-transhepatischen Drainagen (PTCD).

Am Multifunktionsarbeitsplatz der digitalen Durchleuchtung werden alle Durchleuchtungsuntersuchungen des Gastrointestinaltraktes durchgeführt. Schwerpunkt sind dabei in interdisziplinärer Zusammenarbeit Schluckstörungen, entzündliche Darmerkrankungen und alle Formen postoperativer Kontrollen. Die Besonderheit digitaler Radiologie führt an diesem Arbeitsplatz zu speziellen Aufnahmetechniken für Wirbelsäulenganzaufnahmen und Ganzbeinaufnahmen insbesondere zur präoperativen Planung bei Korrekturosteotomien. Eine neuartige Schrittverschiebetechnik ermöglicht eine Datenakquisition, die mittels Rekonstruktionssoftware an Workstations die Darstellung der genannten Körperabschnitte in optimaler Bildqualität ermöglicht und die Vermessung unterstützt.

 
13. März 2010 | 20:44 Uhr

Unfallkrankenhaus Berlin
Institut für Radiologie

Warener Str. 7
12683 Berlin
 
 
Portrait des Institutsdirektors Prof. Dr. med. Sven Mutze

Institutsdirektor
Prof. Dr. med. Sven Mutze

Tel. 030/5681-3801
Fax 030/5681-3803
sven.mutze@ukb.de 
 
 

Sekretariat
Angelika Bork

Tel. 030/5681-3801
Fax 030/5681-3803
angelika.bork@ukb.de
 
 

Leitende MTRA
Stefanie Becht

Tel. 030/5681-3830
Fax 030/5681-3803
stefanie.becht@ukb.de
 
 
Digitale Radiologie
Seit Eröffnung des Unfallkrankenhauses Berlin 1997 arbeitet das Institut für Radiologie vollständig digital. Die Erstellung radiologischer Bilder aller genutzten Geräte, die Speicherung der Aufnahmen, die Betrachtung und Befundung der Aufnahmen erfolgt unter Nutzung von Computern. mehr...
 
 
Teleradiologie
Seit dem Jahr 2004 besteht zwischen dem Institut für Radiologie des Unfallkrankenhauses Berlin und mehreren Krankenhäusern im Land Brandenburg eine teleradiologische Kooperation. mehr...
 
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