Histopathologische Diagnostik
Bei dem Organ- und Gewebematerial handelt es sich um- wenige Millimeter messende, bei endoskopischen Untersuchungen (z.B. aus dem
Magen-Darm-Trakt) entnommene Proben (sog. Biopsate)
- Punktionsmaterial aus nicht direkt zugänglichen Organen
- Organe und Organteile (z.B. Lymphknoten, Gallenblase)
- große Operationspräparate
Nach der Fixierung mit Formalin erfolgen eine gründliche makroskopische Begutachtung und Beschreibung aller mit dem bloßen Auge wahrnehmbaren krankhaften Veränderungen. Kleinere Gewebeproben werden im Ganzen bearbeitet, von großen Operationspräparaten werden repräsentative Proben entnommen. Tumoren werden exakt vermessen, die äußeren Grenzen des Präparates auf Tumorfreiheit überprüft. Mitentfernte Lymphknoten werden auf einen Tumorbefall untersucht. Auf diese Weise wird die Ausbreitung von Tumoren exakt dokumentiert, um genaue Informationen über das Stadium und die Prognose der Erkrankung zu erhalten.
Im Eingangslabor des Instituts werden von den entsprechenden Gewebeproben histologische Schnittpräparate angefertigt. Dazu muss das Gewebe in Automaten entwässert und paraffindurchtränkt werden, damit die medizinisch-technischen Assistentinnen (MTA) wenige Mikrometer dünne Gewebeschnitte anfertigen können. Diese werden auf Glasobjektträger aufgebracht und stehen nach Anfärbung mit verschiedenen Verfahren für die mikroskopische Untersuchung durch die Fachärzte für Pathologie zur Verfügung.
Unfallkrankenhaus Berlin
Institut für Pathologie
Warener Str. 712683 Berlin