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Digitale Radiologie

Seit Eröffnung des Unfallkrankenhauses Berlin 1997 arbeitet das Institut für Radiologie vollständig digital. Die Erstellung radiologischer Bilder aller genutzten Geräte, die Speicherung der Aufnahmen, die Betrachtung und Befundung der Aufnahmen erfolgt unter Nutzung von Computern.
Die konsequente Verwirklichung dieses Konzeptes ermöglicht die erfolgreiche Unterstützung anderer Krankenhäuser mittels Teleradiologie.
 
 
Abbildung der beiden Server für das digitale Bildarchiv sowie das Radiologie-Informationssystem
Abbildung der beiden Server für das digitale Bildarchiv sowie das Radiologie-Informationssystem
Server für Bildarchiv und RIS

Grundlagen und Kommunikation

Die Grundlage bilden das radiologische Informationssystem (RIS) zur Verwaltung der Patienten- bzw. Untersuchungsdaten und das daran gekoppelte zentrale Bildarchiv (PACS – picture archive and communication system).

Die Kopplung dieser beiden Systeme an das Krankenhausinformationssystem (KIS) und an die bilderzeugenden Geräte (sogenannte Modalitäten) ermöglicht einen konstanten Informationsfluss, so dass z.B. Patientendaten nur einmal zentral erfasst werden und dann an allen Systemen verfügbar sind. Ein erneutes Eintragen der Daten mit eventuellen Tippfehlern bzw. alternativen Schreibweisen wird verhindert. Durch den konsistenten Datenbestand ist gewährleistet, dass die jeweiligen Bilder und Befunde automatisch immer beim richtigen Patienten abgelegt werden. Die Kopplung an das KIS ermöglicht ebenfalls die computergestützte Untersuchungsanforderung durch die Ärzte der klinischen Fachrichtungen und die Rückübermittlung der Befunde in die elektronische Patientenakte des Patienten.

 
 

Bildspeicherung und Bildbetrachtung

Das Bildarchiv hat die Aufgabe, alle entstehenden medizinischen Aufnahmen entgegen zunehmen, sicher zu speichern und immer abrufbar zu halten. Um den Bildaustausch mit verschiedenen Geräten (Ultraschall, CT, MRT, ...) von eventuell verschiedenen Herstellern zu ermöglichen, wird für die Bildkommunikation und ‑speicherung der sogenannte DICOM- Standard genutzt. Von den vielen Vorteilen der Bildablage in einem digitalen Bildarchiv gegenüber der Filmnutzung sind die ständige Verfügbarkeit der Bilder an allen Computern des Unfallkrankenhauses sowie der geringe Raumbedarf  für die Bildablage hervorzuheben. Die Untersuchungen der letzten 10 Jahre finden in weniger als einem Kubikmeter Platz.

Die zentral gespeicherten Aufnahmen werden durch die Ärzte der Radiologie an diagnostischen Arbeitstationen mit speziellen Befundungsmonitoren beurteilt und befundet. Über eine Internet Explorer basierte Bildverteilung können die Ärzte der klinischen Fachrichtungen an jedem Computer des ukb die Bilder ihrer Patienten sowie die dazu angefertigten Befunde einsehen.

Die klinisch wichtigen Fälle werden mehrfach täglich den ärztlichen Kollegen der anderen Fachrichtungen vorgestellt und die Befunde mit ihnen diskutiert. Dazu wurde ein Raum mit spezieller Projektionstechnik ausgestattet.

 
07. September 2010 | 06:47 Uhr

Unfallkrankenhaus Berlin
Institut für Radiologie

Warener Str. 7
12683 Berlin
 
 

Institutsdirektor
Prof. Dr. med. Sven Mutze

Tel. 030/5681-3801
Fax 030/5681-3803
sven.mutze@ukb.de
 
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