Die Rettungsstelle der Zukunft

Die interdisziplinäre Rettungsstelle ist der organisatorische Mittelpunkt des Unfallkrankenhauses Berlin. Ihr Einzugsgebiet umfasst regional mehr als 746.000 und überregional sogar bis zu 7.600.000 Einwohner. Über 50 Ärzte und Pflegekräfte sorgen an 23 Behandlungsplätzen rund um die Uhr für die Versorgung von Notfallpatienten aus Berlin, Brandenburg und anderen Bundesländern. Die Patientenzahlen steigen täglich: wurden ein Jahr nach der Eröffnung noch 22.000 Akutfälle verzeichnet, hat die leistungsstärkste Rettungsstelle Nordostdeutschlands mit mehr als 55.000 Patienten im Jahr 2010 mittlerweile ihre Belastungsgrenze erreicht.
2008 wurde daher eine vollständige Neustrukturierung und Erweiterung beschlossen. Auf 1.600 m² Grundfläche entsteht seit Oktober 2010 eine hochmoderne Notfallstation mit 33 Behandlungsplätzen, 156m²-Schockraum für 4 Parallelbehandlungen, Chest Pain Unit und Zentralmonitoring für alle Patienten. Das innovative Organisationssystem ist deutschlandweit einmalig: Eine offene, übersichtliche Raumstruktur erlaubt mit Unterstützung digitalen Zentralmonitorings und elektronischer Patientenakten die konstante medizinische Überwachung aller Patienten. Neustrukturierte Behandlungsprozesse und optimierte Aufnahmeverfahren per Triage-System bieten optimalen Workflow und maximale Sicherheit für Patienten und Personal. Der Schockraum ist nach ATLS-Standards konzipiert, einem weltweiten Ausbildungskonzept für prioritätenorientiertes Traumamanagement. Per Rettungshubschrauber eingelieferte Polytrauma-Patienten gelangen per Aufzug auf kürzestem Weg hierher; Computertomographie und ambulante OPs liegt direkt nebenan.
Sämtliche OPs der Rettungsstelle der Zukunft“ sind rund um die Uhr im Einsatz. Alle beteiligten Fachdisziplinen arbeiten Hand in Hand: Die Mitarbeiter der Herzkatheter- und Brandverletztenversorgung sowie die überregional zertifizierte Stroke Unit zur Schlaganfallbehandlung befinden sich permanent in Bereitschaft. Das interdisziplinäre Ärzteteam besteht aus vier Unfallchirurgen, sieben Konsilärzten und einem Internisten; 40 notfallmedizinische Fachpflegekräfte sorgen zu jeder Tageszeit für reibungslose Abläufe.
Der Umbau bei laufendem Betrieb stellt das Unfallkrankenhaus Berlin vor große organisatorische Herausforderungen und erfolgt daher in zwei Phasen: erst nach dem Anbau neuer Funktionsbereiche und deren Inbetriebnahme wird mit dem Innenausbau der bisher genutzten Bereiche begonnen. Baubeginn war im Oktober 2010, die Fertigstellung und vollständige Inbetriebnahme erfolgt im Oktober 2012.

Zahlen und Fakten

Träger:          Unfallkrankenhaus Berlin
Bauzeit:         Oktober 2010 bis Oktober 2012
Kosten:          ca. 8 Mio. Euro

Zielstellung:               
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Höhere Patientenzufriedenheit
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Verbesserter Workflow durch neustrukturierte Behandlungsprozesse
- Optimierte Annahmesituation (Triage-System)
- mehr Sicherheit für Patienten und Beschäftigte

Herausforderung:                     
Umbau bei laufendem Betrieb

Ausstattung:                            
- 33 Behandlungsplätze (davon
15 Überwachungsplätze)
- Schockraum für 4 Parallelbehandlungen
- Chest Pain Unit, Zentralmonitoring

Besonderheiten:
- 24 h OP-Bereitschaft
- 24 h Herzkatheterversorgung
- 24 h Brandverletztenversorgung
- 24 h Schlaganfallversorgung  (Stroke Unit)
-
3 Helikopterlandeplätze auf dem Dach

Personal: 
- 18 Ärzte im täglichen Anwesenheitsdienst 
- 1 Ärztlicher Koordinator
- 40 Notfallmedizinische Fachpflegekräfte
- 1 Patienten- und Angehörigenbetreuer

 
 
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