10. August 2005

Weiteres Opfer des Brandes in Moabit erlag ihren schweren Verletzungen

Bis heute Vormittag kämpften die Ärzte und das Pflegepersonal im Unfallkrankenhaus Berlin um das Leben einer Frau, die gestern nach einem Brand in Moabit schwerstverletzt eingeliefert wurde.
Trotz intensivster Behandlung rund um die Uhr im Zentrum für Schwerbrandverletzte mit Plastischer Chirurgie konnte das Leben der Patientin nicht gerettet werden.
Die schwersten Verbrennungen kombiniert mit einer massiven Rauchgasvergiftung haben heute Vormittag zum Tode geführt.
Die Überlebenschance des Brandopfers war von Anfang an als äußerst kritisch eingeschätzt worden, da mehr als 65 Prozent ihrer Hautoberfläche von 3°-gradigen Verbrennungen betroffen waren und die Frau sehr viel Rauch und Brandgase eingeatmet hatte.
Die Folgen des ausgedehnten thermischen Traumas, so der medizinische Fachbegriff, betreffen alle Organsysteme des Patienten. Giftige Stoffe, die sich in der Brandwunde bilden, werden in den Kreislauf geschwemmt. Dies führt zu einer Fehlfunktion aller Organe, der sogenannten Verbrennungskrankheit. Ein Ausfall der Organsysteme ist die Folge; die Patienten müssen im Rahmen der Intensivmedizin behandelt werden.
 

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