Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

OP und Stationen

In der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie werden jährlich mehr als 3.800 akute und wiederherstellende Eingriffe durchgeführt.
Operationen zur Versorgung von Knochenbrüchen werden mit modernsten Implantaten (Marknägel, Platten, kanülierte Schrauben, interne und externe Fixateure) in möglichst schonender Technik vorgenommen.
Einen besonders anspruchsvollen Anteil in unserem operativen Spektrum stellt die traumatische und rekonstruktive Wirbelsäulen- und Beckenchirurgie dar. Auch werden Verletzungen des Brust- und Bauchraumes operativ versorgt.
Die Weiterbehandlung erfolgt in vier Stationen.

 Interdisziplinäre Intensivstation

Die interdisziplinäre Intensivstation D0 ist eine in sich geschlossene Abteilung der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie für Intensivpatienten aller Fachabteilungen unseres Hauses. Die Station D0 verfügt über 19 Intensivbetten, zur Behandlung stehen modernste Geräte zur Verfügung, die regelmäßig auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden.

Über ein modernes Patienten-Daten-Monitoring-System (PDMS) werden alle Daten der Patienten - Werte aus den Überwachungsmonitoren und Beatmungsgeräten, ebenso diagnostische Laborbefunde und Röntgenaufnahmen - elektronisch aufbereitet und fließen in eine digitale Krankenakte ein. Damit stehen sämtliche Patientendaten jederzeit und an jedem Patientenbehandlungsplatz zur Verfügung.

Die ärztliche Präsenz wird im Facharztstandard entsprechend der Anzahl der Intensivbetten in einem Drei-Schichtsystem unter oberärztlicher Leitung kontinuierlich gewährleistet. 

Die räumliche Verzahnung mit dem Zentrum für Schwerbrandverletzte ermöglicht im Katastrophenfall eine Ausweitung der Kapazität auf bis zu 27 Betten für Schwerbrandverletzte.

 Knochen- und Gelenkinfektionen, infizierte Gelenk-Endoprothesen

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Behandlung hartnäckiger Knochen-, Gelenk- und Weichteilinfektionen. Dazu gehören Markraumbohrungen, die Entfernung entzündlich veränderter Knochen- und Weichteilsegmente, geplante operative Revisionen, lokale und freie Lappenplastiken zur Defektdeckung und Spalt- oder Vollhauttransplantationen, ebenso Rekonstruktionen und Korrekturen knöcherner Defekte. 

In der Septischen Station B2 stehen 36 Betten für Patienten mit diesen Krankheitsbildern zur Verfügung. Hier erfolgen, wie an den anderen Berufsgenossenschaftlichen Kliniken, aufwändige Operationen zur Beruhigung bzw. Sanierung der Infektion und zur Wiederherstellung der Funktion der Extremitäten- bzw. der betroffenen Gelenke. Zeitweise verkürzte Extremitäten können anschließend zur Wiederherstellung der Länge über verschiedene Fixateur-Systeme (z. B. Ilisarow) behandelt werden. Die Ärzte der Klinik arbeiten dabei interdisziplinär eng mit Kollegen aus den Bereichen Mikrobiologie, Handchirurgie und plastischer Chirurgie zusammen.

Auch Patienten mit infizierten Gelenk-Endoprothesen oder mit Problemkeimen werden hier behandelt. Die Möglichkeit der Unterbringung in Einbettzimmern mit separater Nasszelle gestattet die vorgeschriebene Isolierung bei akzeptablem Komfort für den Patienten. Das Pflegepersonal der Station ist dafür auch besonders geschult.

Die ambulante Nachsorge erfolgt in einer Osteomyelitis-Sprechstunde.

 Ambulantes Operieren

Im neu errichteten Klinikanbau des ukb (Haus K) können in vier modern ausgestatteten Operationssälen ambulante Operationen durchgeführt werden, wie z.B. Gelenkspiegelungen und Entfernung von Metallplatten und Schrauben.
Der Patient kommt dabei selbstständig in den ambulanten OP-Bereich. Nach der Operation erfolgt die Betreuung im Aufwachraum. Dort werden die Verbände kontrolliert, die Wirkung der Narkosemittel abgewartet und eine wirksame Schmerztherapie eingeleitet. Nach einigen Stunden kann der Patient die Klinik wieder sicher verlassen.

  Unfallkrankenhaus Berlin

Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

Warener Str. 7

12683 Berlin